Festnahmen bei Anti-Atom-Aktion

Festnahmen

Festnahmen bei Anti-Atom-Aktion

Seit heute morgen 5 Uhr halten – wie sie sich nennen – Anti-Atom-Aktive die Zufahrten zu der Urananreicherungsanlage Gronau besetzt. Nach anfänglicher Tolerierung der Kundgebungen sei es im Verlauf des Tages vermehrt zu teilweise massiven Rechtsverstößen durch die Polizei gekommen, heißt es in ihrer Pressemitteilung.

Während die Polizei der Presse suggeriere, sie stünde in gutem Dialog mit den Protestierenden, agiere sie in Wahrheit folgendermaßen:

„Ohne Begründung wurden Menschen willkürlich eingeschüchtert, schikaniert, zur Personalienfeststellung gezwungen und sogar aus der Versammlung heraus festgenommen. Dabei kamen einige Aktivist*innen erst nach 12 Stunden wieder frei.

Am Abend eskalierte die Polizei die Situation erneut, indem sie mit ca. 15 Kräften einen weiteren Aktivisten aus der bis dahin absolut friedlich verlaufenden Versammlung festgenommen hat. Er wurde über Nacht nach Ahaus in Gewahrsam verbracht. Eine Begründung der Maßnahme wurde auch in diesem Fall verweigert. Außerdem gefährdete die Polizei dabei auch das Leben von kletternden Personen, indem sie sich vorsätzlich an deren Sicherungssystemen zu schaffen machte. Diese völlig indiskutable und überzogene Aktion ist absolut nicht tolerierbar.“

Ausführlichere Schilderungen wollen die Anti-Atom-Aktiven heute in einer Pressekonferenz geben.

Weitere Informationen zum Verbleib der momentan noch festgehaltenen Person sollen durch die Polizeiwache in Ahaus, Graeser Straße 2, 48683 Ahaus, Tel. 02561 9260 erteilt werden.

TP

Bildquelle: ContrAtom – Pay Numrich

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