Kranzniederlegung für die Opfer des 17. Juni 1953 in Berlin.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller:

„Nur wenige Jahre nach Gründung der DDR haben sich eine Million Menschen gegen die Regierung erhoben. Dutzende von ihnen kamen bei dem Aufstand ums Leben, rund 15.000 wurden nach der Niederschlagung verhaftet, fast 2.500 von den Gerichten verurteilt, darunter zwanzig zu Tode. 36 Jahre später konnte endlich die Diktatur in Ostdeutschland überwunden werden. Wir gedenken heute der Frauen und Männer, die der brutalen Staatsgewalt zum Opfer fielen. Wir erinnern an ihren ungeheuren Mut, an ihre Entschlossenheit und an ihren Freiheitswillen. Die Botschaft, die von diesem Tag ausgeht, lautet, dass Freiheit und Demokratie nicht von selbst entstehen und manchmal schmerzliche Opfer verlangen. Gerade deshalb müssen wir alle diese Werte gemeinsam verteidigen und schützen. 1953 kämpften Menschen für diese Rechte, 2020 muss unsere Gesellschaft sich gegen diejenigen wehren, die diese Rechte für alle infrage stellen wollen. Wir dürfen Unfreiheit, Intoleranz und Spaltung nie wieder zulassen.“

Gedenken 17. Juni 1953

Die Opfer des 17. Juni 1953 bleiben unvergessen. Sie sind in einem System von zunehmender Repression für die Freiheit aufgestanden.

Publiée par Der Regierende Bürgermeister von Berlin sur Mardi 16 juin 2020

Fotoquellen: Thomas Platow/Landesarchiv Berlin

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