Künstlerkonferenz mit Konstantin Wecker findet am Pfingstsamstag, 8. Juni ab 10.30 Uhr im Berliner Heimathafen Neukölln statt.

Musiker, Literaten, Schauspieler und andere Künstler werden am Pfingstsamstag, den 8. Juni, im Berliner Heimathafen Neukölln auf Einladung der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus zu einem Gipfeltreffen der Kultur zusammenkommen. Laut Veranstalter sollen dort Diagnosen des »Anschwellenden Bocksgesangs« diskutiert, Perspektiven gegen den Rechtstrend entwickelt und mit einer Kultur-Gala internationale Solidarität gegen Faschismus und Krieg gezeigt werden.

An den Podien und Gesprächsrunden der Konferenz beteiligen sich ab 10. 30 Uhr unter anderen der Liedermacher Konstantin Wecker, der israelische Soziologe Moshe Zuckermann, die Schriftstellerin Gisela Steineckert, der Schauspieler Rolf Becker, die Sängerin Esther Bejarano und der österreichische Schriftsteller Erich Hackl.

Esther Bejarano
Esther Bejarano mit Schauspieler Rolf Becker bei einer Preisverleihung an Esther Bejarano

Bei der Kultur-Gala, die sich der Konferenz ab 20 Uhr anschließt, wirken neben anderen der afghanische Singer-Songwriter Shekib Mosadeq, der US-amerikanische Pianist Chris Jarrett und die Garagen-Rockband Black Heino mit. Die Erinnerung an die Aufführung »Das Floß der Medusa«, Requiem für Che Guevara von Hans Werner Henze und Ernst Schnabel, ist Abschluss und Höhepunkt der Veranstaltung: Diese wurde bei seiner Uraufführung am 9. Dezember 1968 von der Polizei abgebrochen. Am kommenden Pfingstsamstag wird eine Komposition von Hannes Zerbe (der für den Abend ein Quartett aus seinem Jazz-Orchester zusammengestellt hat) zu hören sein – die Texte rezitiert der Hamburger Schauspieler Rolf Becker.

Die 1957 in der DDR gegründete Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus wurde im Januar 2018 eingestellt, weil die hohen Ansprüche nur mit einer besseren materiellen Ausstattung der Redaktion geleistet werden könnten, wie der herausgebende Verlag 8. Mai (Berlin) damals mitteilte. Innerhalb weniger Wochen wurden dank der Unterstützung von etwa 50 KünstlerInnen Spenden und über 1.600 zusätzliche Abonnements mobilisiert. Seit Januar 2019 erscheint das Magazin wieder vierteljährlich, das nächste Heft mit dem Schwerpunkt Türkei ist ab 8. Juni im Einzelhandel erhältlich.

Fotoquellen: TP Presseagentur Berlin

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