Misslungener Geschichtsunterricht.

Heute fanden in Berlin wieder die üblichen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen und Gegendemos rund um das Brandenburger Tor,  die Siegessäule und dem Reichstag statt. Etwa 1000 Polizeibeamte sollen im Einsatz gewesen sein.

Am Reichstag versammelten sich zudem sog. Reichsbürger anlässlich des 71. Jahrestages des Grundgesetzes und gaben ihren Senf zum „niemals untergegangenen Deutschen Reich“ ab.

Auch dabei: der sog. „Volkslehrer“ Nikolai Nerling, dem ein Muslim versuchte Geschichtsunterricht zu geben, hat sich – offensichtlich mit selbst gedrucktem Presseausweis – unter „das Volk“ gemischt und war nicht in der Lage, sich gegenüber seinem schreienden Widersacher durchzusetzen.

Nikolai Nerling, alias „Der Volkslehrer“, gilt als ein rechtsextremer und antisemitischer Videoblogger. Er wurde im Mai 2018 fristlos aus dem Dienst an einer Berliner Grundschule entlassen und im Dezember 2019 vom Amtsgericht Dachau wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Berlin legte er zwar Berufung ein, zog diese jedoch nach einer Anhörung am 3.9.2019 zurück.

Zum Urteil des Arbeitsgerichts Berlin vom 16.1.2019 geht’s hier:

Die Gegendemonstranten ließen ihn nicht zu Wort kommen, und so stand er auf verlorenem Posten.

Am Ende verlief jedoch alles relativ friedlich und die Polizei hatte relativ wenig zu tun.

https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.936963.php

Fotoquellen/Videos: TP Presseagentur Berlin

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