Musik habe die Macht zu hinterfragen.

“SOS – Digital Woodstock is now!”

„Songs of Substance“ fordert ein Umdenken in Bezug auf Werte in der Musik.

Songs of Substance („SOS“) ist eine Initiative, welche eine kreative Antwort auf aktuelle, gesellschaftliche Fragen darstellen will. SOS will durch Musik auf internationaler Ebene ein erweitertes Werteverständnis vermitteln und den Umgang damit bekräftigen.

Die Ideengeberin Jocelyn B. Smith hatte heute gemeinsam mit der Berliner Staatsekretärin für Bürgerschaftliches Engagement Sawsan Chebli zum offiziellen Start der Bewegung am Vormittag zu einer Pressekonferenz ins Rote Rathaus eingeladen.

1969 versammelten sich Kunstschaffende und -begeisterte bei New York zum Feiern, aber auch aus Protest gegenüber dem, was als Status-quo in Politik und Weltgeschehen bezeichnet wurde – das legendäre Woodstock-Festival. Heute, 50 Jahre später, seien es kontroverse Themen wie die Klimakrise, der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und Sexismus (um nur ein paar zu nennen), die die Zivilgesellschaft momentan herausfordern. Viele sehnten sich nach klaren Antworten in Zeiten von Fakenews und allgemeiner Verunsicherung.

Doch selbst Personen mit einer klaren Meinung haderten damit, wie sie eine Veränderung der Umstände herbeiführen können. Denn gesellschaftliches Engagement werde zu wenig gebührend honoriert. Auf der anderen Seite gebe es Personen des öffentlichen Lebens, die gerade dies in ihrer Verantwortung tragen; Repräsentanten der Politik, Meinungsbildner, Influencer … und Künstler. Sie besäßen nicht nur die Reichweite, sondern auch die Fähigkeiten, Mittel und die Unabhängigkeit mittels ihrer Musik einen Wandel herbeizuführen.

SOS stelle die Idee, die Bewegung dar, welche genau jene Künstler dazu ermutigen will, diese Möglichkeiten stärker zu nutzen. Als Beispiel wurde genannt: Die Klimatschutz-Botschaften einer Greta Thunberg hinterlegt mit einem modernen Hiphop Beat, performt von einem renommierten Star der Musikszene. Leider sähe die Realität oftmals noch anders aus. Gerade in kommerziell erfolgreichen Werken würden Themen wie Sexismus oder Populismus kommerzieller Wert zugesprochen. Dabei habe Musik die Macht zu hinterfragen, Menschen zum Nachdenken anzuregen.

Jocelyn B. Smith: „Wir sind uns sicher, dass genau dieser Effekt einen starken positiven Eindruck in der Gesellschaft hinterlassen kann. SOS setzt sich als Ziel, ein allgemeines Bewusstsein für die Thematik an sich zu schaffen, aber auch in Folge dessen zu ändern, was als gesellschaftlich erstrebenswert gilt.“

Fotoquellen: Klaus Dahle

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