Unsere offene und freie Gesellschaft wird zunehmend von Ewiggestrigen bedroht.

Fußball-Deutschland ist ratlos und wusste trotzdem alles besser.

Nach dem Vorrunden-Aus der Deutschen bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland wird allerorten über die Zukunft des Bundestrainers Joachim Löw diskutiert. Wenn nicht er, wer sonst soll schuld sein an dem regelrechten Debakel, noch nicht einmal in die Ko-Runde gekommen zu sein?  80 Millionen Bundestrainer hätten es besser gemacht. Und schon gar nicht Mesut Özil und İlkay Gündoğan aufgestellt, die mit dem „falschen“ Präsidenten auf einem Foto posiert hatten.

Ganz vergessen wird dabei: Holland und Italien waren bereits in der WM-Qualifikation gescheitert. Aber Fußball-Deutschland suhlt sich besoffen in seinem eigenen Leid. Wie konnte der viermalige Weltmeister so kläglich aus dem Turnier ausscheiden? Fritz Walter würde sich im Grabe umdrehen, hieß es von verschiedenen Seiten.

Und natürlich Putin, der bereits im Vorfeld der WM gesagt haben soll: Deutschland hat auf russischem Boden noch nie etwas gewonnen.

Da gibt es doch tatsächlich die makabren Verwirrungen, dass hier der „lupenreine Demokrat“ nachgeholfen haben könnte. Wie auch immer.

Fußball-Deutschland entblödet sich nun nicht, „dysfunktionale Kognitionen“ auszuleben, sagte ein Psychiater gegenüber der TP Presseagentur.

Der DFB wollte auf Anfrage der TP Presseagentur keine Stellungnahme abgeben.

Die Sprecherin für Sportpolitik von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Monika Lazar, gab heute zum WM-Aus der Deutschen gegenüber der TP Presseagentur folgendes Statement ab:

„Das Vorrunden-Aus der Fußball-Nationalmannschaft der Männer ist eine herbe Niederlage für den noch amtierenden Weltmeister. Beim DFB wird man die sportlichen Konsequenzen ziehen und ich bin sicher, dass die vielen jungen Spieler, die letztes Jahr ja auch schon den Confed-Cup gewonnen haben, bald eine größere Rolle spielen.

Aber auch abseits des Platzes liegt Einiges im Argen. Mesut Özil wird massiv und mitunter offen rassistisch angegangen, auch von Abgeordneten der AfD. Sein Posieren mit dem Autokraten Erdoğan war unklug, ja. Der offene Rassismus, der ihm entgegenschlägt, ist aber durch nichts zu entschuldigen. Ganz abgesehen davon, das er sportlich gesehen durchaus nicht einer der Schlechtesten war, sondern im letzten Spiel wieder viele Torchancen kreierte. Außerdem ist da die ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann, die in den sozialen Medien auf übelste Weise sexistisch beschimpft wird. Auch das ist nicht hinnehmbar.

Beide Beispiele zeigen: Auch abseits der sportlichen Leistung und des vermeintlich integrierenden schwarz-rot-goldenen Partypatriotismus ist nicht alles Gold, was glänzt. Unsere offene und freie Gesellschaft wird zunehmend von Ewiggestrigen bedroht. Das zeigt sich auch immer wieder beim Fußball. Fußball als Teil unserer Gesellschaft ist immer auch politisch. Es gibt noch viel zu tun.“

In der Tat: Politisches Umdenken ist zuvörderst erste Bürgerpflicht. In der AfD wird das Gegenteil propagiert. Die „Schuldigen“ wurde von ihr schon längst ausgemacht. So faselte der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka: Dank Özil scheidet Deutschland aus. Hoffentlich scheidet Protschka bald aus dem Bundestag aus.

 

Eine Antwort

  1. Das Statement von Frau Monika Lazar, Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, gegenüber der TP Presseagentur, geht von völlig falschen Rückschlüssen aus.
    Verkennt doch Frau Lazar a priori total die Schuldfrage.
    Nicht die Mannschaft oder ihr Trainer haben Schuld, sondern einzig allein Putin, der seinem Busenfreund Schröder ein verspätetes Hochzeitsgeschenk für seine südkoreanische Ehefrau Soyeon Kim gemacht hat, indem er den bekannten ostsibirischen Schamanen Iwan Sreklikowski beauftragt hatte, die deutsche Mannschaft zu hypnotisieren, um keine Spuren von Valium zu hinterlassen.
    Jeder unvoreingenommene Betrachter des Spiels hat sofort erkannt, dass die Deutschen gg. die Südkoreaner wie in Trance spielten.
    Wie anders sollte es denn auch sein, wenn eine WM in Russland stattfindet und Putin dann keine Schuld am Versagen der Deutschen tragen sollte, hört man von gut unterrichteter Seite aus den Kreisen um den bekannten Investigativ-Fake-Journalisten Hajo Seppelt.
    Seppelt soll dem Vernehmen nach bereits beim Auflaufen der deutschen Mannschaft per der vom ihm geschätzten Telediagnose erkannt haben, dass die deutsche Mannschaft nicht leistungsfähig erschien, Trainer eingeschlossen, mithin gedopt war.

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