„Ein menschenverachtender Angriff auf uns alle!“.

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hat mit Fassungslosigkeit auf den mutmaßlichen Anschlag während des CSD in Berlin reagiert. Woidke: „Ich bin zutiefst erschüttert! Es ist ein menschenverachtender Angriff auf uns alle! Meine Gedanken sind bei den Opfern, deren Angehörigen und Freunden. Wir stehen fest an ihrer Seite. Ihnen gehört unser uneingeschränkter Respekt, für ein Einstehen für liberale und demokratische Werte.“

Woidke weiter:„Hunderttausende haben in Berlin friedlich gefeiert und wollten ein Zeichen setzen für Menschenrechte, Vielfalt und Sicherheit in Deutschland. Stattdessen wurden sie angegriffen. Solche Taten sind durch nichts zu rechtfertigen.“

„Heute ist ein Tag der Trauer und nicht der schnellen Rufe nach Konsequenzen“.

Zu dem mutmaßlichen Anschlag auf den Berliner CSD sagt auch der Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano, der selbst gestern vorher am CSD teilgenommen hat:

„Gestern Abend erreichte mich die Nachricht, dass Menschen, mit denen ich am selben Tag noch gefeiert habe, angegriffen und verletzt wurden. Heute morgen erfahre ich, dass mindestens ein Mensch gestorben ist. Das erfüllt mich mit Entsetzen und tiefer Trauer. Meine Gedanken sind bei den Opfern. Bei denen, die gerade noch um ihr Leben kämpfen. Bei denen die das Erlebte verarbeiten müssen. Bei den Angehörigen. Bei der queeren Community, die sich wieder einmal tödlichem Hass ausgesetzt sieht.

Hass darf niemals siegen. Ich wünsche allen Kraft, weiter für ihr Recht auf Leben und Freiheit und Glück einzustehen. Die Linke wird dabei immer an ihrer Seite sein. Egal ob der Hass aus religiösem Fanatismus kommt oder die Angriffe und Anfeindungen aus einer anderen Ecke kommen. Wir müssen zusammenstehen und uns nicht einschüchtern lassen.

Heute ist ein Tag der Trauer und nicht der schnellen Rufe nach Konsequenzen. Wir müssen früher ansetzen. Hinschauen, wo Hass entsteht und wie man es verhindern kann. Im Gespräch bleiben und bessere soziale Bedingungen schaffen, auch wo es weh tut.

Man wird damit nicht die Hassenden zum Verschwinden bringen. Aber man kann das Umfeld austrocknen, auf dem sie wachsen. Wenn Sie uns Angst machen wollen, dann antworten wir mit Hoffnung und Liebe.“

Luigi Pantisano wird heute um 14 Uhr gemeinsam mit Bürgermeister-Kandidatin der Berliner Linken Elif Eralp an einer Trauer-Veranstaltung am Pariser Platz teilnehmen.

„Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden“.

Fraktionsvorsitzende Stettner und Saleh beantragen Sondersitzung des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus.

„Der brutale Angriff auf friedlich feiernde Menschen mitten in Berlin erschüttert uns zutiefst. Die abscheuliche Tat ist ein gezielter Angriff auf unsere weltoffene Art zu leben, auf unser Selbstverständnis, uns im Miteinander und Füreinander zu bekennen, auf unsere Demokratie. Gezielt und mutmaßlich islamistisch motiviert wurde am Rande des diesjährigen CSD an einem weltweit bekannten Treffpunkt der queeren Community im Berliner Tiergarten gemordet und verletzt.

Unser Hoffen und Bangen, unsere Genesungswünsche sind bei den Verletzten. Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden. Wir danken den Helfenden, der Polizei und Feuerwehr und den Veranstaltern des CSD für ihr besonnenes und schnelles Handeln.

Der Senat und das Abgeordnetenhaus von Berlin werden sich mit diesem Verbrechen befassen. Wir werden kurzfristig eine Sondersitzung des Innenausschusses beantragen. Es bedarf der lückenlosen Aufklärung.“, so die Fraktionsvorsitzenden Saleh und Stettner.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*