Heute Vormittag fand die Obduktion des Leichnams des gestern verstorbenen Hubert Aiwanger im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin in Berlin-Mitte statt. Das vorläufige Ergebnis der Obduktion habe keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergeben, so die Staatsanwaltschaft. Im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens stünden aber noch weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen an. Die Ermittlungen dauerten daher noch an.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt äußert sich zum Tod von Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger:
„Hubert Aiwanger hat die Politik im Freistaat über viele Jahre mitgeprägt. Mit Trauer habe ich die Nachricht von seinem Tod aufgenommen. Ich wünsche seiner Familie und seinen Angehörigen viel Kraft in diesen schweren Stunden und bete für sie.“
Zum Tod des bayerischen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger erklärt auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies:
„Die Nachricht vom Tod von Hubert Aiwanger hat mich tief erschüttert. Ich bin dankbar für die gemeinsame Zeit, gerade für den Austausch in der Wirtschafts- und in der Energieministerkonferenz. Hubert Aiwanger war ein streitbarer Kopf, aber immer ehrlich und nie um ein offenes Wort verlegen. Er stand für Verlässlichkeit: Bei ihm wusste man immer, woran man ist. Das habe ich sehr geschätzt, auch dann, wenn wir in der Sache mal unterschiedlicher Meinung waren. Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Ihnen wünsche ich in diesen schweren Stunden viel Kraft.“
Erklärung des Vorsitzenden der Energieministerkonferenz (EnMK) zum Tod des bayerischen Energie- und Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger.
Zum Tod des bayerischen Energie- und Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger erklärt der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Christian Meyer, als Vorsitzender der Energieministerkonferenz (EnMK):
„Ich habe Hubert Aiwanger für seine direkte und offene Art sehr geschätzt und auch sein engagiertes Eintreten für den Ausbau der Windenergie. Sein plötzlicher Tod hat mich sehr geschockt und ich fühle tiefe Trauer. Ich kann für alle Kolleginnen und Kollegen sprechen, wenn ich sage, dass uns der unerwartete Tod des geschätzten Kollegen und menschlichen Freundes Hubert Aiwanger sehr getroffen hat. Seinen Angehörigen gilt unser tief empfundenes Beileid.
Staatsminister Hubert Aiwanger hat im Jahr 2022 zu den Mitbegründern der Energieministerkonferenz gehört. Seither haben wir mit ihm gemeinsam Energiepolitik für ganz Deutschland gestaltet – auch in schwierigen Zeiten. Ich nenne hierbei die Auswirkungen der Corona-Pandemie, den Angriffskrieg Russlands, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung, den bundesweiten Ausbau der Windenergie, den Wasserstoffhochlauf, aber auch die Maßnahmen gegen die fossilen Preissteigerungen für unsere Energie durch die Kriege im Nahen Osten und die daraus folgenden Verwerfungen auf den Energiemärkten.
Hubert Aiwanger hat sich in den Diskussionen um die einstimmigen und am Konsens unterschiedlicher Parteien orientierten Beschlüsse der Energieministerkonferenz immer als engagierter, verlässlicher und konstruktiver Politiker gezeigt, der die Energiewende in seinem Bundesland und Deutschland durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Netze und Speicher auch gegen Widerstände umsetzen wollte. Auch in intensiv und leidenschaftlich geführten Diskussionen hat uns die gemeinsame Suche nach guten Kompromissen und gemeinsamen Ergebnissen immer zusammengeführt. Hubert Aiwanger hat unsere Debatten belebt und bereichert und sich bleibende Verdienste um die Energieministerkonferenz erworben.
Wir verlieren in und mit ihm einen geschätzten und wertvollen Kollegen.“
