Die kubanische Ärztin Aleida Guevara ist am heutigen Samstag (11.04.2026) in Berlin mit dem Rosa-Luxemburg-Preis ausgezeichnet worden. Die Tochter von Ernesto Che Guevara hat die von der Tageszeitung junge Welt vergebene Auszeichnung für ihr praktisches Wirken als Internationalistin erhalten – aber auch stellvertretend für das „widerständige kubanische Volk“, das der seit mehr als sechs Jahrzehnten andauernden US-Blockade und nunmehr offenen Kriegsdrohungen trotzt, um an seinem sozialistischen Gesellschaftsmodell festzuhalten.

Die Preisverleihung an Guevara im mit 500 Besucherinnen und Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Kino Babylon Berlin erfolgte im Anschluss an eine dort von der junge Welt veranstaltete Solidaritätskonferenz mit Kuba und den Völkern Lateinamerikas.
Zuvor hatten der Publizist Enrique Ubieta und der Schweizer Krebsforscher Franco Cavalli das Leben Aleida Guevaras sowie des kubanischen Volkes gewürdigt.




„Das sozialistische Kuba ist heute so bedroht wie nie zuvor in seiner Geschichte. Mit dem Ölembargo gegen Kuba nach dem Überfall auf Venezuela haben die USA ihren Würgegriff um die Insel abermals verstärkt. Dazu kommen offene Einmarschdrohungen durch Präsident Trump“, erklärt jW-Chefredakteur Nick Brauns. „Die Solidarität mit Kuba ist für die junge Welt bereits seit Beginn der kubanischen Revolution eine Herzensangelegenheit. Mit der Konferenz und der Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an die Internationalistin Aleida Guevara wollen wir ein Zeichen setzen und das Recht Kubas auf einen selbstbestimmten sozialistischen Weg verteidigen.“

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Guevara ist die zweite Preisträgerin des Rosa-Luxemburg-Preises, mit dem die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus fortschrittliche Künstler, Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker für ihr internationalistisches, klassenkämpferisches, antimilitaristisches und aufklärerisches Engagement auszeichnen. Erster Preisträger war im vergangenen Jahr der Schauspieler, Gewerkschafter und Kommunist Rolf Becker, der im Dezember 2025 verstorben ist.
Die als Preis überreichte Statuette gestaltete der Berliner Künstler Rolf Biebl.
Fotoquellen: TP Presseagentur Berlin
