Alles neu macht der Mai – Christian Lindner ist Geschichte.

Die Freien Demokraten (FDP) haben auf ihrem 76. Ordentlichen Bundesparteitag in Berlin Christian Dürr zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.

Christian Lindner, der nach dem Scheitern der FDP an der Fünfprozenthürde bei der Bundestagswahl, am Wahlabend ankündigte, nicht mehr für politische Ämter anzutreten, hielt auf dem Parteitag seine Abschiedsrede.

Dürr erklärte gegenüber den Delegierten: „Trotz des Ausscheidens aus dem Deutschen Bundestag bleibt die FDP eine gestaltende Kraft im politischen Diskurs Deutschlands.“

Christian Dürr errang 82 Prozent der Stimmen. Die FDP: „Seine Wahl läutet eine neue Phase ein – nicht des Rückzugs, sondern des selbstbewussten Wiederaufbaus.“

„Es gibt die Freien Demokraten in Deutschland. Und es wird sie auch weiterhin geben“, rief Dürr den Delegierten zu.

„Ja, wir haben eine Bundestagswahl verloren. Aber die Konsequenz daraus ist nicht, die Kraft des Liberalismus zu teilen, sondern sie zu stärken.“

Dürr weiter: „Jetzt erst recht. Es gehe nicht darum, sich in eine Richtung treiben zu lassen – weder nach rechts noch nach links. „Diese Sirenenrufe, wir hören sie, aber wir folgen ihnen nicht.“

Die baden-württembergische KI-Unternehmerin Nicole Büttner ist neue Generalsekretärin der Freien Demokraten.

Büttner, die als KI-Unternehmerin jetzt in das Bundespräsidium einsteigt, erreichte 80 Prozent der Delegiertenstimmen. Sie sagte in ihrer Vorstellungsrede: „Deutschland braucht Disruption. Sie schilderte aus ihrem Arbeitsalltag ein Beispiel, wie selbst hochqualifizierte Fachkräfte „monatelang keinen Termin auf dem Amt bekommen“. Ein Zustand, den sie als Symbol für den lähmenden Stillstand durch überbordende Bürokratie in Deutschland beschreibt. „Wir, die wir hier arbeiten wollen, die Deutschlands Wirtschaft wieder voranbringen wollen, die in die Zukunft gehen wollen, wir stehen immer noch auf dem Amt und warten. Das frustriert die Bürgerinnen und Bürger.“

„Warum denken wir nicht einmal groß und disruptiv“? Büttners Vision: eine digitale Staatsbürgerschaft, mit einer App, in der alle Behördengänge erledigt werden können – „in wenigen Minuten“. Estland spare durch ein ähnliches Modell zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts jährlich an Bürokratiekosten.

Fotoquellen: TP Presseagentur Berlin

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