Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen startet den Wettbewerb zur Gestaltung des Bildungs- und Erinnerungsorts am Checkpoint Charlie. Am 1. April 2026 wird der offene interdisziplinäre Realisierungswettbewerb europaweit ausgeschrieben.
Teams aus ganz Europa aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Architektur und Ausstellungsgestaltung sind eingeladen, ihre Ideen zur Gestaltung dieses bedeutenden Stadtraums einzureichen.
Der Checkpoint Charlie zählt zu den international bekanntesten historischen Orten des Kalten Kriegs und ist zugleich ein hoch frequentierter städtischer Raum im Zentrum der Hauptstadt. Seine derzeitige Erscheinung und Nutzung werden der historischen Bedeutung nicht gerecht. Der Wettbewerb bietet die Chance, einen hochwertigen Stadtraum mit internationaler Strahlkraft zu entwickeln.
Ziel des Wettbewerbs sind gestalterisch, räumlich und konzeptionell überzeugende Entwürfe, die den Ort als Bildungs- und Erinnerungsraum stärken und gleichzeitig als zeitgemäßen öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität entwickeln. Die östlich und westlich der Friedrichstraße gelegenen Platzflächen sollen als zusammenhängender Stadtraum mit dem Fokus auf die Erinnerungskultur entwickelt werden.
Der künftige Bildungs- und Erinnerungsort wird von der Stiftung Berliner Mauer betreut und kuratiert. Die Ausstellungsflächen sollen historische Inhalte vermitteln und zugleich dialogische Räume schaffen, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes ermöglichen.
Senatsbaudirektorin, Prof. Petra Kahlfeldt: „Mit dem interdisziplinären Realisierungswettbewerb für den Freiraum und die Ausstellung schaffen wir die Grundlage für die Neugestaltung des Checkpoint Charlie. Nach dem Ankauf der Grundstücke durch das Land Berlin kann dieser historisch bedeutende Ort nun realisiert werden. Das Verfahren bietet die Chance, an diesem geschichtsträchtigen Ort Lösungen zu finden, die Erinnerungskultur, Stadtraumqualitäten und eine zeitgemäße öffentliche Nutzung überzeugend miteinander verbinden.“
Staatssekretärin für Kultur der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Cerstin Richter-Kotowski: „Die Kulturverwaltung hat sich seit vielen Jahren gemeinsam mit der Stiftung Berliner Mauer mit großem Engagement dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für eine qualitätsvolle und dem Ort angemessene Entwicklung zu schaffen. Mit den 2022 entwickelten städtebaulichen Leitlinien und dem von der Stiftung Berliner Mauer durchgeführtem kulturfachlichen Dialogverfahren 2023 sind wesentliche Meilensteine erreicht worden. Die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs ist nun der entscheidende nächste Schritt. Mein besonderer Dank gilt dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Lotto-Stiftung Berlin. Mit ihrer maßgeblichen Unterstützung kann die Entwicklung des Ortes zu einem qualitativ hochwertigen Bildungs- und Erinnerungsortes endlich umgesetzt werden.“
Ein Preisgericht aus externen Fachleuten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung entscheidet im Juni und September 2026 über die eingereichten Wettbewerbsbeiträge.
Weitere Informationen finden Sie ab dem 1. April 2026 unter: www.berlin.de/sen/bauen/wettbewerbe
