Zu den angekündigten Planänderungen von ArcelorMittal für „grünen“ Stahl sagt Ines Schwerdtner, Vorsitzende der Partei Die Linke:
„Der Rückzug von ArcelorMittal vom geplanten klimaneutralen Umbau der Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt ist ein schwerer Schlag für die betroffenen Regionen und ein Alarmsignal für den Industriestandort Deutschland. Diese Entscheidung zeigt, dass Konzerninteressen über Beschäftigungssicherung, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung gestellt werden. Klar ist jedoch: Ohne Transformation keine Zukunftsfähigkeit. Dass Konzernzentralen in London und Luxemburg über das Schicksal von tausenden Arbeitnehmern in Bremen oder Brandenburg entscheiden, macht deutlich, wie wenig demokratisch unsere Wirtschaftsordnung ist.
Ob es sich um ein taktisches Manöver zur Durchsetzung weiterer Subventionen handelt oder um eine endgültige Kehrtwende, ist offen. Klar ist: Die Bundesregierung darf nicht länger untätig bleiben. Deutschland braucht jetzt dringend eine nationale Stahlstrategie, die Industriepolitik, Klimaschutz und Beschäftigung zusammendenkt. CDU-Chef Friedrich Merz ist gefordert, die Zukunft der Stahlindustrie endlich zur Chefsache zu machen, internationalen Konzernen ihre Grenzen aufzeigen und die öffentliche Kontrolle des Stahlsektors ausbauen.“
