Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan gegen Cybermobbing vorgelegt. Damit will sie die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Internet in der EU schützen.
Der Aktionsplan umfasst unter anderem die Einführung einer EU-weiten App, mit der Opfer von Online-Mobbing leicht Hilfe erhalten können. Außerdem sollen nationale Ansätze zur Bekämpfung schädlichen Verhaltens im Internet besser koordiniert und Cybermobbing durch die Förderung besserer und sichererer digitaler Verfahren vorgebeugt werden.
Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, sagte: „Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Sicherheit, wenn sie online sind. Cybermobbing untergräbt dieses Recht und lässt sie sich verletzt, einsam und gedemütigt fühlen. Kein Kind sollte dazu gebracht werden, sich so zu fühlen. Dieser Aktionsplan ergänzt unser bestehendes Instrumentarium zum Schutz Minderjähriger im Internet, indem er die EU und die Mitgliedstaaten auffordert, einen koordinierten Ansatz zur Bekämpfung von Cybermobbing auf allen Ebenen zu entwickeln.“
Tag des sichereren Internets
Der 2004 in der EU ins Leben gerufene Safer Internet Day wird heute in rund 160 Ländern und Gebieten weltweit begangen und fördert eine sicherere und bessere Online-Welt für alle. Die Europäische Kommission setzt sich weiterhin dafür ein, die Rechte und das Wohlergehen von Kindern sowohl online als auch offline in ganz Europa und weltweit zu verbessern.
Nächste Schritte
Die Kommission wird den Aktionsplan gegen Cybermobbing gemeinsam mit den Mitgliedstaaten, der Industrie, der Zivilgesellschaft, internationalen Organisationen und Kindern selbst umsetzen.
Parallel dazu arbeitet die Kommission an anstehenden Initiativen wie der Erprobung einer EU-Lösung zur Verifizierung des Alters zur Wahrung der Privatsphäre, dem anstehenden Gesetz über digitale Fairness, einer Sachverständigengruppe, die die Kommission über ihre Arbeit zum Schutz von Kindern im Internet informieren soll, und einer Untersuchung zu den Auswirkungen sozialer Aspekte auf die psychische Gesundheit.
