Das Einreise-/Ausreisesystem (EES) ist ab heute in allen Schengen-Staaten voll funktionsfähig. Magnus Brunner, Kommissar für Inneres und Migration, sagte: „Das Einreise-/Ausreisesystem ist ein wichtiger Meilenstein bei der Modernisierung und Stärkung der Sicherheit der europäischen Außengrenzen. Mit dem EES übernehmen wir die Kontrolle darüber, wer die EU wann und wo betritt und verlässt. Die Sicherheit der EU-Bürger hat für uns weiterhin höchste Priorität, und das EES wird diesem Anspruch gerecht.“
EES stärkt das Vertrauen in den Schengen-Raum
Das EES ist ein hochmodernes technologisches System, das die Ein- und Ausreisen von Nicht-EU-Bürgern, die für Kurzaufenthalte in 29 europäische Länder reisen, digital erfasst. Das EES erfasst biografische und biometrische Daten sowie weitere Reiseinformationen und ersetzt damit das bisherige System der Passabstempelung. Es liefert zuverlässige Daten zu Grenzübertritten und erkennt systematisch Personen, die die Aufenthaltsdauer überschreiten, sowie Fälle von Dokumenten- und Identitätsbetrug.
Die schrittweise Einführung des Systems begann im Oktober 2025. Seit seiner Einführung wurden mehr als 52 Millionen Ein- und Ausreisen registriert, wobei über 27.000 Einreiseverweigerungen erfolgten, von denen fast 700 Personen als Sicherheitsrisiko für die Union identifiziert wurden.
Registrierungszeit eines Reisenden beträgt 70 Sekunden
Da das EES nun mit voller Kapazität arbeitet, dauert die Registrierung eines Reisenden im Durchschnitt nur 70 Sekunden, was für Nicht-EU-Bürger angesichts des hohen Mehrwerts der Einreise in die EU eine sehr kurze Zeitspanne darstellt. Das System ist derzeit an allen EU-Außengrenzübergängen im Einsatz. Die Kommission steht hinsichtlich der Umsetzung des EES weiterhin in engem Kontakt mit den Mitgliedstaaten.
