Wirecard Firmensitz und weitere Objekte auch in Österreich durchsucht.

Heute hat die Staatsanwaltschaft München I im Ermittlungsverfahren gegen (ehemalige) Verantwortliche der Wirecard insgesamt fünf Objekte, drei davon in München, darunter der Firmensitz der Wirecard AG in Aschheim, und zwei Objekte in Österreich im Wege der Rechtshilfe durchsucht. Zwölf Staatsanwälte vor Ort wurden dabei von 33 Polizeibeamten und weiteren IT-Fachleuten des Polizeipräsidiums München und ihren österreichischen Kollegen unterstützt. Es geht dabei in erster Linie um die Vorwürfe, die auch Grundlage des u.a. gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Braun erlassenen Haftbefehls sind, also unrichtige Angaben und Marktmanipulation gemäß § 331 Handelsgesetzbuchs, § 119 Wertpapierhandelsgesetz in mehreren Fällen.

Angesichts des zu erwartenden Umfangs der sicherzustellenden Beweismittel habe die groß angelegte Durchsuchungsaktion eine intensive Vorbereitung erfordert. Zuletzt war bereits am 05.06.2020 am Firmensitz der Wirecard AG in Aschheim durchsucht worden, dabei ging es um zwei weitere klar abgrenzbare Vorwürfe der Marktmanipulation gegen die Vorstände der Wirecard, möglicherweise irreführende Signale für den Börsenpreis der Aktien der Wirecard AG aufgrund der ad-hoc-Mitteilungen vom 12.03.20 und vom 22.04.20 gegeben zu haben.

Fotoquelle: By Web Summit – SAM_2821, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75127219

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