65 Jahre Mauerbau: 150.000 Menschen besuchten temporären Erinnerungsort am Brandenburger Tor.

Mit sehr großer Resonanz ging gestern das von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer gestaltete Programm „65 Jahre Mauerbau“ zu Ende. Den temporären Erinnerungsort mit Mauer-Installation und Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor besuchten rund 150.000 Menschen. Außerdem luden über 80 Veranstaltungen in ganz Berlin zum gemeinsamen Gedenken ein.

Vom 13. bis 16. August war am Brandenburger Tor, in der Gedenkstätte Berliner Mauer und stadtweit ein Programm zu erleben, das die Geschichte des Mauerbaus und der deutschen Teilung veranschaulichte, der Opfer gedachte, aber auch die Gegenwart in den Blick nahm. Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor lud mit der Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und schaffte mit kostenfreien Führungen und Live-Speaking-Angeboten Momente des Austauschs und der Vermittlung. Zugleich bot die 30 Meter lange Mauer-Installation, die an die Brutalität der Grenzziehung erinnern soll, aber auch mit Momenten der Durchlässigkeit spielt, einen Raum der Begegnung und der Reflexion. Beides fand sowohl bei Berlinerinnen und Berlinern als auch bei einem internationalen Publikum großen Anklang. Dadurch entwickelte sich der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor insbesondere durch die aktive Beteiligung der Menschen selbst zu einem lebendigen Ort des Erinnerns.

In der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße wurde am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Berlin und des Bundes zum 65. Jahrestag des Mauerbaus veranstaltet und bot einen würdigen Rahmen für das Gedenken an die 140 Todesopfer. Auch darüber hinaus boten etwa die Lesungen der Biografien der Todesopfer Raum für das Innehalten und das Gedenken. Zugleich wurde durch die Stiftung Berliner Mauer, aber auch mit den stadtweiten Veranstaltungen diverser Partnerinnen und Partnern ein Programm gestaltet, das mit Ausstellungen, Gesprächen, Führungen, Lesungen, Kino und Konzerten ganz unterschiedliche Zugänge und auch Perspektiven vermittelte und durchweg sehr gut besucht war. Dank der vielen Partnerinnen und Partnern, den verschiedenen Orten und Veranstaltungsformaten wurde mit „65 Jahre Mauerbau“ eine Vielzahl an Menschen erreicht, wurden Räume für Austausch, Erinnerung und Reflexion gestaltet und das Gedenken in die Stadt getragen.

Fotoquellen: TP Presseagentur Berlin

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