Am 4. November 2025 wird die Europäische Menschenrechtskonvention 75 Jahre alt. In drei Veranstaltungen im Oktober und November würdigt das Ministerium die Europäische Menschenrechtskonvention und ihre Errungenschaften.
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Stefanie Hubig erklärt dazu:
„Die Europäische Menschenrechtskonvention ist eine zivilisatorische Errungenschaft ersten Ranges. Ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag zum Schutz der Menschenrechte war eine echte Neuerung mit Signalwirkung weit über die Unterzeichnerstaaten hinaus. Heute ist die Konvention ein zentraler Baustein des Menschenrechtsschutzes in Europa. Egal ob es um das Recht auf faire Verfahren geht oder das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens, das Folterverbot oder das Verbot der Diskriminierung: Die in der Konvention enthaltenen Garantien sind von ungebrochener Aktualität und Relevanz. Der 75. Geburtstag der Zeichnung der EMRK ist der richtige Moment, um die Bedeutung der Konvention für Europa zu würdigen – und auszuloten, wie wir ihren Versprechen auch in Zukunft zur Wirklichkeit verhelfen können.“
Morgen findet in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht eine Fachdiskussion statt. Nach einem Grußwort durch Bundesministerin Dr. Stefanie Hubig wird es um Themen wie (Europäische) Menschenrechte und die Klimakrise, Transnationale Perspektiven auf Europäische Menschenrechte oder KI und (Europäische) Menschenrechte gehen. Den Live-Stream können Sie morgen zwischen 9:30 und 18 Uhr hier verfolgen. Zu den Diskutanten zählen:
· Präsidentin des Inter-Amerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte, Nancy Hernández López,
· Präsident des Afrikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte, Modibo Sacko
· Generalanwältin am Gerichtshof der Europäischen Union, Juliane Kokott,
· Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Anja Seibert-Fohr
· Vize-Präsident am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Arnfinn Bårdsen
Am 20. November wird es in einer zweiteiligen Veranstaltung um die Bedeutung der Europäischen Menschenrechtskonvention für Kinder gehen – am Vormittag mit Kindern selbst, am Nachmittag in einem fachlichen Austausch zur Menschenrechtsbildung von Kindern und Jugendlichen.
Am 21. November wird Bundesministerin Dr. Stefanie Hubig eine Abendveranstaltung im BMJV abhalten, die die Ministerin selbst zusammen mit dem Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Mattias Guyomar mit einem Grußwort einleiten wird. Zum „Thema Human Rights for Uncertain Times – Lessons from 75 Years of European Human Rights Protection“ wird ein ebenfalls hochrangig besetztes Panel diskutieren.
