Sind wir im Kulturbereich eigentlich noch digital souverän?

Gemeinsame Veranstaltung von SPK, 3sat und Deutschem Kulturrat mit Bundesminister Karsten Wildberger in der James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel.

Unter dem Motto „Sind wir im Kulturbereich eigentlich noch digital souverän?“, haben die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Deutsche Kulturrat und der Kultur- und Wissenschaftssender 3sat am gestrigen Donnerstag, 3. September 2026, zu einer gemeinsamen Veranstaltung in die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel in Berlin eingeladen.

Die Keynote hielt der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger.

Im Anschluss diskutierten Philipp Amthor, Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Bundeskanzleramt, Awet Tesfaiesus, Sprecherin für Kultur und Medien der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Dr. Elisabeth Böhm, Geschäftsführerin digiCULT, Prof. Dr. Jürgen Döllner, Fachgebietsleiter Computergrafische Systeme am Hasso-Plattner-Institut, und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. Die Runde moderierte Cécile Schortmann, Kulturzeit (3sat).

SPK-Vizepräsident Gero Dimter, der auch Vorstandssprecher der Deutschen Digitalen Bibliothek ist, sagte: „Die Künstliche Intelligenz verändert den Zugang zu Kultur, Wissenschaft und unserem kulturellen Gedächtnis. Was brauchen wir an Rahmenbedingungen, um unsere nationale Kulturdateninfrastruktur offen und zukunftssicher zu machen? Darum geht es bei der Veranstaltung.“

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, unterstrich: „Kunstwerke sind mehr als Daten, sie sind Ausdruck künstlerischen Schaffens, individueller Perspektiven und kultureller Identität. Künstliche Intelligenz ermöglicht neue Zugänge zu künstlerischen Werken, erleichtert ihre Erschließung und Vermittlung. Gleichzeitig birgt sie jedoch die große Gefahr in sich, dass der eigentliche Werkcharakter in den Hintergrund rückt und Kunst und Kultur zunehmend nur noch als Datenbestände, Trainingsmaterial oder frei verfügbare Ressource wahrgenommen werden. Kultureinrichtungen haben gerade in Zeiten der KI die Verantwortung, Zugänglichkeit und Schutz der Werke gleichzeitig zu gewährleisten.“

Natalie Müller-Elmau, 3sat-Senderchefin, hob hervor: „Wie relevant Künstliche Intelligenz für unseren Alltag geworden ist, erleben wir jeden Tag. Das gilt auch für Kunst, Kultur, Literatur und Medien. Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für die Verbreitung, Erschließung und Bewahrung unseres kulturellen Erbes. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wo Regeln erforderlich sind, um negative Auswirkungen zu begrenzen. Ein Thema, das wir in unserem Magazin Kulturzeit, in Dokumentationen und auch mit dieser Veranstaltung aus Überzeugung begleiten.“

Fotoquellen: TP Presseagentur Berlin

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