Stimmen zum Terroranschlag auf das World Trade Center u.a..

Bundeskanzler Friedrich Merz sagt zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September:

„Dass sich 9/11 zum 25. Mal jährt, geht uns nahe.

Wir Deutsche haben damals gespürt, wie viel uns mit unseren amerikanischen Freunden verbindet. Wir wussten: Die Terrorangriffe von New York, Washington und Pennsylvania galten auch unserer Lebensweise, unserer Freiheit und unserer Demokratie. 

Vor 25 Jahren konnten die Vereinigten Staaten deshalb auf die volle Solidarität Deutschlands und Europas zählen. Beim NATO-Gipfel von Ankara haben wir diese transatlantische Partnerschaft erneuert; das war ein gemeinsamer Erfolg.

Deutschland ist auch heute entschlossen, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten für die Werte einzutreten, die uns ausmachen und verbinden: Freiheit, Demokratie und Respekt.“

Woidke: „9/11 bleibt unvergessen“.

Am 11. September 2026 jähren sich die Terroranschläge in den USA zum 25. Mal. Dabei wurden in New York, Washington und Pennsylvania fast 3.000 Menschen getötet. Weltweit haben sich die Bilder aus New York mit den brennenden Twin Towers und dem einstürzenden World Trade Center in das Gedächtnis der Menschen eingeprägt. Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke erklärt dazu in Potsdam:

„9/11 bleibt unvergessen: Islamistische Terroristen töteten tausende unschuldige Menschen. Die meisten von uns wissen bis heute, wo sie in dem Moment waren, als sie die schreckliche Nachricht von den Terroranschlägen erreichte. Mein persönliches Gefühl an diesem 25. Jahrestag ist vor allem eines: Trauer. Aber auch Hoffnung. Hoffnung, dass wir niemals vergessen, wohin Hass, Menschenverachtung und Fanatismus führen. Die Erinnerungen daran verpflichten uns, Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie sowie ein friedliches Zusammenleben entschlossen zu verteidigen.“

„Gefahr durch islamistischen Terrorismus nicht unterschätzen“.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein gedenkt der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001

Wiesbaden. Aus Anlass des 25. Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA hat Ministerpräsident Boris Rhein an die fast 3.000 Opfer erinnert. Der Regierungschef sagte in Wiesbaden: „Der 11. September 2001 hat die Welt verändert. Die Bilder von den einstürzenden Türmen des World Trade Centers haben sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Wir gedenken der Opfer dieses Terrorakts und sprechen den Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aus.“ Er führte weiter aus: „Terrorismus kennt keine Grenzen. Er richtet sich gegen unsere freien und demokratischen Gesellschaften, gegen unsere Werte und gegen das friedliche Zusammenleben aller Menschen. Hessen steht fest an der Seite unserer amerikanischen Freunde und Partner im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.” Man dürfe nicht vergessen, was an diesem Tag geschehen sei, aber auch nicht zulassen, dass Angst und Hass die Gesellschaft spalteten. Rhein sagte: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Freiheit zu verteidigen.”

Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass die Gefahr durch islamistischen Terrorismus nach wie vor bestehe. Das zeige der jüngste Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Day im Juli, bei dem ein mutmaßlich islamistischer Täter mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge fuhr und anschließend Passanten mit einer Machete angriff. Eine Frau kam ums Leben, 31 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Regierungschef sagte: „Diese schreckliche Tat zeigt uns, dass wir die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus nicht unterschätzen dürfen. Unsere Sicherheitsbehörden setzen alles daran, solche Anschläge zu verhindern und die Menschen in Hessen zu schützen. Dazu gehören die konsequente Überwachung von Gefährdern, Präventionsarbeit, der enge Informationsaustausch zwischen Verfassungsschutz und Polizei sowie ein wirksamer Schutz von Veranstaltungen. Dennoch müssen wir gemeinsam wachsam bleiben.”

„Wenn eine Gefahr keine Ländergrenze kennt, darf auch die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden nicht an Ländergrenzen scheitern“.

Berlin, 11. September 2026. 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erinnert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) an die fast 3.000 Menschen, die an diesem Tag ihr Leben verloren. Sie erinnert zugleich an den außergewöhnlichen Einsatz der Polizistinnen und Polizisten, Feuerwehrleute und zahlreichen weiteren Einsatzkräfte, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens versucht haben, Menschen zu retten. Viele von ihnen und ihre Familien tragen die Folgen bis heute.

„Der 11. September hat sich tief in das Gedächtnis von uns allen gebrannt und die Sicherheitsarchitektur weltweit verändert. 25 Jahre später müssen wir uns deshalb fragen: Sind unsere Sicherheitsbehörden heute wirklich so aufgestellt, wie es die Bedrohungslage erfordert?“, sagt GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke.

Schon im Dezember 2001 hieß es bei den Debatten im Bundestag zum Beschluss des Terrorismusbekämpfungsgesetzes (TBG), dass der wirkungsvollste Beitrag zur Erhöhung der inneren Sicherheit die bessere finanzielle, personelle und technische Ausstattung der Sicherheitsbehörden sei.

Die Bedrohungslage hat sich seitdem grundlegend verändert, und auch die Herausforderungen für die Polizei haben sich enorm gewandelt.

Radikalisierung findet zunehmend im digitalen Raum statt, terroristische und extremistische Akteure agieren über Ländergrenzen hinweg. Hinzu kommen hybride Bedrohungen und unterschiedliche Formen politisch motivierter Gewalt. Gefahren entstehen heute vielfach dort, wo klassische Zuständigkeiten und Grenzen nicht mehr greifen.

Die GdP fordert deshalb eine gemeinsame Bestandsaufnahme von Bund und Ländern und daraus konkrete Konsequenzen in Form eines neuen Sicherheitspakets. Sind die Sicherheitsbehörden personell, technisch und strukturell ausreichend aufgestellt, um terroristische Gefahren frühzeitig zu erkennen und wirksam abzuwehren?

„Die aktuelle Bedrohungslage mit nahezu täglichen Anschlägen auf unsere kritische Infrastruktur zeigt: Wir brauchen die Neuauflage eines umfassenden Sicherheitspakets, das den heutigen Anforderungen gerecht wird – von der Ausstattung der Sicherheitsbehörden über den Schutz kritischer Infrastruktur bis hin zum Schutz der Menschen, die in unserem Land leben und arbeiten“, so Kopelke.

Entscheidend seien schnelle Informationswege, gemeinsame Lagebilder und eine verlässliche Zusammenarbeit über Länder- und Behördengrenzen hinweg.

„Wenn eine Gefahr keine Ländergrenze kennt, darf auch die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden nicht an Ländergrenzen scheitern“, betont Kopelke.

Dafür brauche es dauerhaft ausreichende Ressourcen. Innere Sicherheit und Terrorabwehr dürften nicht von kurzfristigen Haushaltslagen abhängig sein. Wer aus den Erfahrungen des 11. September 2001 gelernt habe, müsse Vorsorge treffen, bevor aus einer erkannten Gefahr eine konkrete Bedrohung für Menschen werde.

Die GdP appelliert deshalb an die Innenministerinnen und Innenminister sowie Innensenatorinnen und Innensenatoren von Bund und Ländern, den 25. Jahrestag zum Anlass zu nehmen, gemeinsam Bilanz zu ziehen, konkreten Handlungsbedarf zu identifizieren und die notwendigen Maßnahmen abzuleiten.

„25 Jahre nach 9/11 dürfen wir nicht nur zurückblicken, sondern müssen nach vorn schauen. Die aktuellen Bedrohungen unserer kritischen Infrastruktur sind ein massives Alarmsignal. Wir brauchen deshalb ein neues Sicherheitspaket, das unsere Sicherheitsbehörden personell, technisch und strukturell für die heutigen Bedrohungen aufstellt. Wir müssen jetzt handeln – entschlossen, gemeinsam und mit den notwendigen Mitteln“, so GdP-Chef Kopelke.

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche zum 25. Jahrestag des Terroranschlags auf die USA:

„Am 11. September 2001 stand ich wie angewurzelt in unserer Wohnung in Potsdam, mein Kind auf dem Arm, das ich gerade aus dem Kindergarten abgeholt hatte, und blickte fassungslos auf die Fernsehbilder aus New York und Washington. In diesem Augenblick war nicht absehbar, wie tief dieser Tag unser Leben, unsere Gesellschaften und die internationale Ordnung verändern würde.

Auch 25 Jahre später ist der 11. September für mich keine abgeschlossene Geschichte. Die Erinnerung an die Opfer, an das Leid ihrer Angehörigen und an die Verwundbarkeit unserer offenen Gesellschaften bleibt ebenso gegenwärtig wie die politische Verantwortung, die daraus erwächst. Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind weder selbstverständlich noch wehrlos zu verteidigen. Sie verlangen Entschlossenheit, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Bedrohungen klar zu benennen und ihnen gemeinsam entgegenzutreten.

Für mich bleibt der 11. September deshalb Mahnung und Auftrag zugleich: die Werte des Westens selbstbewusst zu schützen, unsere Demokratien widerstandsfähiger zu machen und die transatlantische Partnerschaft als unverzichtbares Fundament unserer gemeinsamen Sicherheit und Freiheit gezielt zu stärken.“

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