Der frühere „Bild am Sonntag“-Vizechef Nicolaus Fest und Oberstaatsanwalt Roman Reusch wollen für die AfD in den Bundestag – und machen nicht zum ersten Mal Schlagzeilen.
Einer der bekanntesten – und umstrittensten – Berliner Staatsanwälte will für die Brandenburger AfD in den Bundestag ziehen. Am Sonntag wurde Roman Reusch, wie berichtet, auf einer Mitgliederversammlung auf den zweiten Platz der Landesliste gewählt. Damit dürfte Reusch ebenso wie AfD-Landeschef Gauland sicher in den Bundestag einziehen.
Reusch ist im vergangenen Jahr zum Leitenden Oberstaatsanwalt und Leiter der Abteilung „Einlieferung und Auslieferung ausländischer Straftäter, Internationale Rechtshilfe“ ernannt worden. Vor zehn Jahren hatte er es mit provokanten Thesen zur Ausländerkriminalität zu bundesweiter Bekanntheit gebracht. Mit Zeitungsinterviews („U-Haft ist auch ein Erziehungsmittel“) brachte er die Justizverwaltung gegen sich auf. Reusch war damals als Leiter der Intensivtäter-Abteilung äußerst erfolgreich. Gerne verwies er darauf, dass 85 Prozent seiner Klientel arabischer Herkunft seien. Als Reusch forderte, ausländische Kriminelle „außer Landes zu schaffen“, versetzte ihn die damalige SPD-Justizsenatorin Gisela von der Aue auf eine weniger im Fokus stehende Position. Im Abgeordnetenhaus sagte von der Aue, der Staatsanwalt habe das „beamtenrechtliche Mäßigungsgebot“ verletzt.
Quelle/hier weiterlesen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/vor-der-bundestagswahl-journalist-und-oberstaatsanwalt-werden-afd-direktkandidaten/19324252.html
