KURATORIUM DER BERLINER BEWERBUNG UM OLYMPISCHE UND PARALYMPISCHE SPIELE RUFT LINKEN-SPITZENKANDIDATIN ELIF ERALP ZUM DIALOG AUF.
Die Berliner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ist längst mehr als ein Projekt des Senats. Viele Menschen haben sich in den vergangenen Monaten beteiligt und ihre Ideen eingebracht. Erst vor wenigen Tagen haben sich zudem 132 Berliner Institutionen, Verbände, Vereine, Einrichtungen und Unternehmen mit der Berliner Erklärung öffentlich hinter die Bewerbung gestellt.
Auch wir als Kuratorium stehen für die Breite der Berliner Stadtgesellschaft. In unserem Gremium kommen Menschen aus Sport, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und dem sozialen Bereich mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammen. Uns eint die Überzeugung, dass diese Bewerbung eine große Chance für Berlin sein kann.
Die Bewerbung gehört keiner Partei und keiner einzelnen Regierung. Sie ist in einem breiten Prozess entstanden und wurde im Abgeordnetenhaus mit einer Mehrheit unterstützt. Dabei waren Fragen der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit sowie der Inklusion ebenso Teil der Entwicklung des Konzepts wie die Perspektiven der Berliner Jugend. Gerade junge Berlinerinnen und Berliner haben sich in den vergangenen Monaten mit ihren Vorstellungen und Ideen eingebracht.
Natürlich kann und muss über Olympische und Paralympische Spiele kontrovers diskutiert werden. Aber der Wahlkampf ist vorbei. Jetzt sollte es darum gehen, Argumente abzuwägen, einander zuzuhören und auch Positionen, die im Wahlkampf vertreten wurden, anhand des inzwischen vorliegenden Konzepts noch einmal zu überprüfen.
Deshalb appellieren wir an Sie, Frau Eralp: Nehmen Sie sich die Zeit, BERLIN+ und das gemeinsam erarbeitete Konzept sorgfältig anzuschauen. Sprechen Sie mit den Menschen, die sich daran beteiligt haben, mit dem Sport und mit uns als Kuratorium. Wir sind jederzeit zu diesem Gespräch bereit. Eine Entscheidung von solcher Tragweite für Berlin sollte nicht vorschnell getroffen werden.
Berlin hat mit dieser Bewerbung die Möglichkeit, langfristige Weichen für die Entwicklung der Stadt zu stellen und sich national wie international zu präsentieren. Olympische und Paralympische Spiele sind dabei kein Projekt für wenige Wochen, sondern eine Perspektive für die kommenden Jahre und insbesondere für die nächste Generation.
Wenige Tage vor der Entscheidung des DOSB geht es nicht um parteipolitische Gewinner oder Verlierer. Es geht um eine Entscheidung über die Zukunft unserer Stadt und um die Frage, welche Chancen Olympische und Paralympische Spiele Berlin und unseren Partnerländern Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern eröffnen können. Am 26. September entscheidet der DOSB über den deutschen Bewerber. Bis dahin sollte Berlin gemeinsam und mit der notwendigen Ruhe darüber sprechen, welchen Weg die Stadt gehen will.
Berlin, 22. September 2026
Das Kuratorium der Berliner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele
Fotoquelle: TP Presseagentur Berlin
