„Bildungsangebote erhöhen die Chancen der Gefangenen auf ein straffreies Leben nach der Haft“.

Die Resozialisierung von Gefangenen sei neben dem Schutz der Allgemeinheit oberstes Ziel des Justizvollzugs in Bayern. Deshalb will die bayerische Justiz in den kommenden Jahren das digitale Bildungsangebot mit der Plattform elis („e-Learning im Strafvollzug“) weiter ausbauen. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: „Bildungsangebote wie die digitale Lern-Plattform elis erhöhen die Chancen der Gefangenen auf ein straffreies Leben nach der Haft.“

Elis bietet über 500 Angebote für die schulische und berufliche Bildung, aber auch Hilfen zur Job- und Wohnungssuche oder zum Fernstudium. Die Lern-Plattform hat sich in einem Pilotprojekt in zuletzt acht bayerischen Justizvollzugsanstalten seit 2022 bewährt. Im kommenden Jahr ist die Einführung in elf weiteren Anstalten an insgesamt 136 PC-Arbeitsplätzen geplant. Für die inhaltliche Betreuung der Lern-Plattform ist das Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI) verantwortlich.

Elis erfüllt alle Sicherheitsstandards für den Justizvollzug. Die Häftlinge haben damit keinen unkontrollierten Zugang zum Internet. Ein großer Teil des Angebots ist offline verfügbar. Internetseiten müssen zunächst freigeschaltet werden und sind so umgestaltet, dass keine unkontrollierte Kommunikation nach außen stattfinden kann. Das IBI betreut die Technik und die Inhalte seit Jahren zuverlässig.

Im Jahr 2025 haben insgesamt 4.615 Häftlinge in Bayern an Ausbildungsmaßnahmen teilgenommen. Justizminister Eisenreich: „Struktur im Alltag und sinnstiftende Aufgaben helfen bei der Vorbereitung für die Entlassung. Ich möchte mich bei allen Bediensteten bedanken, die zur erfolgreichen Nutzung der elis-Plattform beigetragen haben.“

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