Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich zum Anschlag in Magdeburg geäußert. Der Bundespräsident schreibt:
„Die Vorfreude auf ein friedliches Weihnachtsfest wurde durch die Meldungen aus Magdeburg jäh unterbrochen. Noch sind nicht alle Hintergründe der schrecklichen Tat aufgeklärt. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ich danke allen Rettungskräften für ihren Einsatz.“
Woidke und Lange verurteilen Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt.
Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Innenministerin Katrin Lange haben mit großer Bestürzung und Entsetzen auf den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert. Ein Auto raste in den Abendstunden in den Weihnachtsmarkt und erfasste zahlreiche Menschen. Nach jetzige Stand gibt es mindestens zwei Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist im Einsatz. Der Fahrer wurde festgenommen.
Woidke erklärt dazu: „Der Anschlag auf den friedlichen Weihnachtsmarkt ist furchtbar. Dieses Verbrechen macht mich wütend. Mit Entsetzen, Trauer und tiefer Anteilnahme verfolge ich die Nachrichten aus Magdeburg. Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Opfern und deren Familien.Mein Dank geht an alle Einsatzkräfte, die jetzt schnell handeln und die Verletzten versorgen. Erst an diesem Donnerstag wurde in Berlin der 13 Menschen gedacht, die vor acht Jahren beim Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin getötet wurden. Die heutigen Nachrichten reißen alte Wunden auf. Es macht mich fassungslos und unendlich traurig.“
Lange betonte: „Ich habe meiner Amtskollegin in Sachsen-Anhalt die volle Unterstützung der Brandenburger Polizei angeboten. Sachsen-Anhalt kann von uns mit jedweder Hilfe rechnen, die benötigt wird. Oberbürgermeister Steffen Scheller hat die Kapazitäten des Klinikums in Brandenburg an der Havel angeboten; diese werden meines Wissens auch in Anspruch genommen. Weitere Hilfsangebote werden folgen. Wir stehen unserem Nachbarland an diesem furchtbaren Abend fest zur Seite mit allem, was wir leisten können. Die Sicherheitsbehörden des Landes Brandenburg werden sich morgen über die in Brandenburg jetzt möglicherweise erforderlichen Maßnahmen verständigen.“
Bundesinnenministerin Nancy Faeser erklärt zu der Tat mit einem Auto auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg:
„Die erschütternde Tat in Magdeburg wenige Tage vor Weihnachten trifft uns ins Herz. Wir bangen weiter um das Leben der Schwerverletzten und trauern um die Menschen, die durch diese furchtbare Tat aus dem Leben gerissen wurden. Die Rettungsdienste tun alles, um die Verletzten zu versorgen.
Die Sicherheitsbehörden werden die Hintergründe aufklären. Ich habe hierzu vorhin mit Landesinnenministerin Zieschang telefoniert und jede mögliche Unterstützung des Bundes zugesagt. Mit den Sicherheitsbehörden des Bundes stehe ich in engem Austausch hierzu. Das Bundeskriminalamt unterstützt die Ermittlungen der Behörden in Sachsen-Anhalt.
Ich werde morgen gemeinsam mit Bundeskanzler Scholz nach Magdeburg kommen, um unser tiefes Mitgefühl auszudrücken und den Einsatzkräften zu danken.“
