Deutschlands bekanntester Kunstfahnder Allonge zu Gast im Bode-Museum.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz beteiligt sich an der Langen Nacht der Museen, die am heutigen Samstag, 29. August 2026, unter dem Motto „Crime in Berlin“ stattfindet. Von 18 bis 2 Uhr laden die Museen am Kulturforum, die Häuser auf der Museumsinsel, das PETRI Berlin auf der Fischerinsel, der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, das Stabi Kulturwerk, das Museum für Fotografie am Bahnhof Zoo und die Sammlung Scharf-Gerstenberg am Schloss Charlottenburg zu einem spannenden Programm ein. Ob Kunstfälschung, Kunstbetrug oder kriminalistische Spurensuche – die Museen der SPK greifen das diesjährige Motto auf vielfältige Weise auf und eröffnen zugleich neue Perspektiven auf ihre Sammlungen.

„Die Lange Nacht der Museen gehört zu den Höhepunkten des Berliner Kulturkalenders. Mit dreizehn Häusern sind wir auch in diesem Jahr wieder der größte Player. Unsere Museen laden dazu ein, Kunst, Geschichte und Archäologie einmal in einer ganz besonderen Atmosphäre zu erleben. Das diesjährige Motto eröffnet spannende und überraschende Zugänge zu unseren Sammlungen. Ich freue mich darauf, zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Museen der SPK begrüßen zu dürfen“, sagt SPK-Präsidentin Marion Ackermann.

Die Gemäldegalerie lädt zu Jazz bei Canaletto oder einem Ausflug in die Baumschule Kulturforum ein. In der Neuen Nationalgalerie eröffnet neben Workshops und Kurzführungen durch die Ausstellungen der Blick vom Turm der benachbarten St.-Matthäus-Kirche eine besondere Perspektive auf den Tempel von Ludwig Mies van der Rohe. Das Kunstgewerbemuseum setzt mit einer Lichtinstallation an der Fassade einen besonderen Akzent. Das Programm im Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung wird ebenfalls kriminell gut: mit einem Pink-Panther-Rätselkonzert für Familien, Tango Noir mit dem Colombo Kociołek Frontini Trio – in Kooperation mit dem Ibero-Amerikanischen Institut –, Führungen durch geheimnisvolle Räume, spektakuläre Fälschungsgeschichten, dem ersten Vampirfilm der Filmgeschichte und einer Tanz- und Musikshow wie im legendären Caféhaus Moka Efti, alias SIM-Café.

Wie in jedem Jahr wird die Museumsinsel ein Hotspot sein. Im Alten Museum stehen Architektur- und englischsprachige Führungen auf dem Programm. Die Alte Nationalgalerie bietet Rundgänge im 20-Minuten-Takt. In der Friedrichswerderschen Kirche laden Stippvisiten dazu ein, Materialtäuschungen in Kunst und Architektur aufzuklären. Im Bode-Museum sprechen Deutschlands bekanntester Kunstfahnder René Allonge aus dem Dezernat für Kunstdelikte im Landeskriminalamt und Rathgen-Forschungslabor-Direktor Stefan Simon über Kunstdiebe und -fälscher. Ein Familien-Workshop und ein Museumsquiz ergänzen das Programm. Mit dem „Flix-Inselpass“ geht es für die Gäste auf Entdeckungstour: An mehreren Stationen warten kreative Mitmach-Aktionen. Dazu legt ein DJ auf der Tanzfläche auf und wer eine Pause braucht, lässt es sich im Flix-Biergarten im Kolonnadenhof gutgehen.

Im PETRI Berlin ermöglichen u.a. Live-Restaurierungen und Vorführungen spannende Einblicke in archäologische Forschung und Restaurierung. Im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart können Besucherinnen und Besucher in einer Fälscherwerkstatt selbst kreativ werden. Im Stabi Kulturwerk widmen sich Führungen unter anderem der Pressefotografie, in der Verbrechen und Kriminalfälle seit jeher Teil der Berichterstattung sind. Außerdem geben die geöffneten Restaurierungsateliers spannende Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Auch im Museum für Fotografie darf man sich in dieser Nacht selbst verwirklichen.

Die Sammlung Scharf-Gerstenberg beteiligt sich mit einem Suchspiel und Mitmach-Angeboten.

Foto: René Allonge und Stefan Simon vor dem Bode-Museum in Berlin

Fotoquellen: TP Presseagentur Berlin

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