Zur geplanten Bundesratsinitiative und dem
Beschluss des Bundeskabinetts für eine Verlängerung der Mietpreisbremse meint
Jan van Aken, Vorsitzender der Partei Die Linke
„Ich begrüße, dass einige Bundesländer nun vorangehen, um die Mietpreisbremse
zu retten. Doch es reicht nicht, die Mietpreisbremse einfach nur zu verlängern,
da sie leicht umgangen werden kann und kaum Schutz gegen hohe Mieten bietet.
Deshalb muss es jetzt darum gehen, die vielen Schlupflöcher für gierige
Vermieter zu schließen. Schluss mit den Ausnahmen bei Sanierungen und
möblierten Wohnungen! Die Preisbremse muss flächendeckend und unbefristet
gelten, damit der nächste CDU-Kanzler sie nicht einfach auslaufen lässt. Die
Mietpreisbremse bleibt ein zahnloser Tiger, wenn gierige Vermieter keine
Sanktionen fürchten müssen. Verstöße gegen die Mietpreisbremse müssen mit hohen
Bußgeldern geahndet werden, die den Abzockern richtig weh tun.
Dass die Bundesregierung jetzt den Gesetzentwurf zur Verlängerung der
Mietpreisbremse verabschiedet, hat viel mit Wahlkampf und nichts mit
Mieterschutz zu tun. Solange die Regierung nur mit angezogener Mietpreisbremse
fährt, werden wir weiter für echten Mieterschutz kämpfen. Wir brauchen einen
bundesweiten Mietenstopp für sechs Jahre. Das heißt: Für sechs Jahre gibt es
keine Mieterhöhungen. Damit bekommen wir Zeit, um einen bundesweiten
Mietendeckel auf den Weg zu bringen. Zudem müssen die Mieten runter, die
bereits jetzt viel zu hoch sind. Niemand soll mehr als 30 Prozent seines
Monatslohns für die eigene Wohnung ausgeben müssen!“
„Die Mietpreisbremse bleibt ein zahnloser Tiger, wenn gierige Vermieter keine Sanktionen fürchten müssen“.
