Erstmals Tarifvertrag für Online-Belegschaft unterschrieben.

Erstmals sei es der Belegschaft einer Online-Redaktion gelungen, einen Tarifvertrag durchzusetzen, der rund 90 Prozent des bundesweiten Tarifvertrags für Zeitschriften übernehme. Das teilte ver.di (Landesbezirk Berlin-Brandenburg) heute in einer Presseinformation mit. Für die Berliner Mitarbeiter der Firmen ZEIT Online und ZEIT digital hätten so die Gewerkschaften ver.di und DJV Berlin/Journalistenverband Berlin-Brandenburg einen Tarifvertrag ausgehandelt, der die Situation nicht nur der Redakteure, sondern auch der etwa 45 studentischen Mitarbeiter erheblich verbessere. Nachdem bereits im April eine Einigung über Eckpunkte erzielt wurde, konnten jetzt die letzten strittigen Fragen geklärt und der Tarifvertrag von allen Seiten unterschrieben werden, so ver.di.

Die Regelungen aus dem Manteltarifvertrag für Zeitschriften mit einem zusätzlichen Monatsgehalt, Jahresurlaub, Nacht- und Sonntagszuschlägen sowie der betrieblichen Altersversorgung („Presseversorgung“) für Journalistinnen und Journalisten werden stufenweise an dessen Niveau herangeführt, bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden, heißt es. Außerdem würden den Redakteur/innen zwei freie Wochenenden pro Monat garantiert. Die jährlichen Gehaltserhöhungen in den Flächentarifverträgen würden übernommen. Über die Einführung des im Flächentarif vorgesehenen Urlaubsgeldes würde in einer nächsten Tarifrunde 2020 verhandelt.

Für die etwa 45 studentischen Beschäftigten bei Zeit-Online mit Arbeitszeiten unter 20 Stunden pro Woche sollen besondere Regelungen vorgesehen sein: ein Stundenlohn von 12,50 Euro plus Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit.

TP/ver.di

Foto: ver.di-Aktion 11.Februar 2016 Zeit Online.

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