EU-Kommissarin Hadja Lahbib in Berlin.

Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und ‑management sowie Gleichberechtigung, hat am Montag Berlin besucht. Im Zentrum des Besuchs standen die Zusammenarbeit bei der frühzeitigen Erkennung von Gefahren für die öffentliche Gesundheit.

Keynote beim WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence.

Die Kommissarin hielt zunächst eine Keynote-Rede im WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence bei der Einweihung des neuen, von der Europäischen Kommission finanzierten, Systems Epidemic Intelligence from Open Sources (EIOS v.2) und des Prototyps des entscheidungsunterstützenden Pandemiesimulators. 

In ihrer Rede sagte sie, dass der neue Pandemie-Simulator Entscheidungsträgern helfen werde, schnellere, intelligentere und lebensrettende Entscheidungen zu treffen. „Die öffentliche Gesundheit steht heute vor einer neuen Art von Herausforderung – Geschwindigkeit. Krankheiten verbreiten sich schneller und sie sind unberechenbarer als je zuvor. Sie können Grenzen und Kontinente überqueren. In einer solch dynamischen Welt ist es entscheidend, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit zur Verfügung zu haben, um Leben zu retten.“  

World Health Summit

Im Anschluss besuchte die Kommissarin den World Health Summit und sprach beim WHS Signature Event zum Thema „Verantwortung für die Gesundheit in einer fragmentierten Welt übernehmen“. 

Kommissarin Lahbib betonte in Ihrer Rede: „Politische Verantwortung für Gesundheit zu übernehmen bedeutet, sich dafür zu entscheiden, vor der nächsten Krise zusammenzuarbeiten, zu investieren und zu handeln. Die Europäische Union hat diese Entscheidung getroffen, indem sie ihre Vorsorge- und Reaktionskapazitäten stärkt und durch die neue Initiative für globale Resilienz im Gesundheitsbereich die globale Solidarität fördert. In einer Welt der Zersplitterung steht die EU für Zusammenarbeit, Vertrauen in die Wissenschaft und gemeinsame Verantwortung – denn unsere Gesundheit, unsere Sicherheit und unsere Zukunft hängen davon ab.“

Während des Gipfels kam die Kommissarin außerdem mit den Gesundheitsministern Deutschlands, Polens und Norwegens sowie mit anderen führenden Vertretern der Weltgesundheit zusammen.

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