Gastspiel des Theaters im Palais Berlin.
Berlin 1924 bis 1933 – Zwischen schillernden Nachtgestalten, ernüchternden Emigrantenschicksalen, Wohnungsnot und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung wird am Gericht die allgemeine Hilflosigkeit der Weimarer Republik verhandelt.
Im Gerichtssaal sitzt Gabriele Tergit, eine jüdische Journalistin und Schriftstellerin. Sie beobachtet die Geschehnisse der Zeit und die greifbare Infiltrierung der Justiz durch die Nationalsozialisten. Durch ihre „Skizzen aus den Gerichtssälen“ im Berliner Tagblatt oder in Die Weltbühne berichtet sie über die filmischen Alltagsszenen der Weimarer Republik.
Im Theaterstück GEREITZTHEITEN werden die Texte von Gabriele Tergit mit Gitarrenmusik und filmischen Szenen aus dem Berliner Alltag verbunden, wodurch eine konzertant-filmische Lesung entsteht, die das Publikum in eine tragische Zeit versetzt, die so fern vielleicht gar nicht ist. Die Reportagen und Momentaufnahmen erzählen von kleinen Leuten und großen Gesten, von alltäglicher Not, Empörung und leiser Würde.
Mit scharfem Blick und feinem Gespür für das Menschliche beobachtet Gabriele Tergit eine Stadt voller Glanz und Elend, Fortschritt und Verzweiflung. Einem breiten Publikum wurde Sie mit Ihrem Familienepos „Effingers“, das 2019 neu aufgelegt wurde, wieder bekannt.
GEREIZTHEITEN versammelt ihre besten Texte aus einer Epoche, in der die Gesellschaft bebte – präzise, witzig und von höchster Aktualität. Die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg fördert das Gastspiel des Theaters im Palais aus Berlin im Kellertheater Hamburg.
Aufführungstermine:
Mittwoch, 15. Oktober 2025 und Donnerstag, 16. Oktober 2025, jeweils 19:00 bis 21:00 Uhr
Kellertheater Hamburg, Johannes-Brahms-Platz 1, 20355 Hamburg
