Julian Assange droht die Auslieferung in die USA – Informations- und Solidaritätsveranstaltung mit John und Gabriel Shipton in Berlin.

Die Tageszeitung junge Weltnahm die Entscheidung über die Auslieferung von Julian Assange in die USA zum Anlass, um heute eine Informations- und Solidaritätsveranstaltung durchzuführen. Am vergangenen Freitag hatte die britische Innenministerin Priti Patel die Auslieferung des Wikileaks-Gründers gebilligt.

Gemeinsam mit dem Vater und dem Bruder von Julian Assange, John und Gabriel Shipton, haben eine Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, und ein Vertreter der dju die Konsequenzen aus dieser Entscheidung und die weitere Entwicklung der internationalen Solidaritätskampagne erörtert. Die Veranstaltung wurde von Ina Sembdner, Leiterin des jW-Ressorts Außenpolitik, moderiert.

John und Gabriel Shipton
John Shipton
John und Gabriel Shipton
Gabriel Shipton

Zuvor waren John und Gabriel Shipton in Berlin zu dem Thema in einem Fachgespräch im Bundestag aufgetreten. Ihr Besuch steht auch im Kontext mit dem Appell der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, der die sofortige Freilassung und Verhinderung der Auslieferung des investigativen Journalisten in die USA fordert. Eine fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten hat sich dem Appell im Mai mit einem offenen Brief an die britische Regierung angeschlossen.

Julian Assange wird seit über drei Jahren in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis auf Bestreben der Vereinigten Staaten in Isolationshaft gehalten. Sein »Verbrechen«: Er hat mit der Enthüllungsplattform Wikileaks zahlreiche US-Kriegsverbrechen in Afghanistan und im Irak aufgedeckt, Menschenrechtsverletzungen im extraterritorialen US-Gefangenenlager Guantanamo und ausufernde Korruption der Herrschenden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dafür will ihn Washington lebenslang hinter Gittern wissen – ohne Kontakt nach außen. Die Tageszeitung junge Welt will mit ihrer Berichterstattung und der heutigen Veranstaltung der fundamental gegen die Menschenrechte verstoßenden Verfolgung Julian Assanges und dem damit verbundenen eklatanten Angriff auf die Pressefreiheit entschieden entgegentreten.

Fotoquellen: TP Presseagentur Berlin

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