Knapp 10.000 Euro zurück beim Eigentümer.

Bezug: Medieninformation Nr. 381 vom 4. September 2026 und Nr. 453 vom 23. Oktober 2026.

Hoyerswerda.
03.09.2026, 07:00 Uhr – 08:10 Uhr.

Zwei Monate ist es mittlerweile her – Ein Senior aus Hoyerswerda wurde kurzzeitig um seine Ersparnisse gebracht. Ausgerechnet seine Pflegerin griff sich knapp 10.000 Euro, als sie bei ihm in der Wohnung war.

Rückblick.

Doch an ihrer Beute sollte die Diebin nicht lange Freude haben. Der 87-Jährige informierte den Pflegedienst, dieser zog wiederrum die Polizei hinzu. Beamte des Kriminaldienstes Hoyerswerda nahmen umgehend die Ermittlungen auf und regten über die Staatsanwaltschaft Görlitz eine Durchsuchung bei der 46-jährigen Tatverdächtigen an. Das zuständige Amtsgericht erließ einen entsprechenden Beschluss auf Antrag der Staatsanwaltschaft. Daraufhin begaben sich die Beamten zur Tatverdächtigen und durchsuchten ihr Dienstauto. Tatsächlich befand sich darin die Tasche des Geschädigten samt Bargeld. Die Ordnungshüter stellten sie sicher.

Schnelles Urteil für Pflegerin

Wie bereits berichtet, ließ nach dem schnellen Ermittlungserfolg auch die Verhandlung nicht lange auf sich warten. Die 46-jährige deutsche Tatverdächtige wurde am 22. Oktober 2026 auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch das Amtsgericht Hoyerswerda im beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.

Zurück zum Eigentümer

Vor einigen Wochen besuchte nun Kriminalhauptkommissar André Stoy den Geschädigten. Im Gepäck hatte der Kriminaldienstleiter des Polizeireviers Hoyerswerda eine Umhängetasche mit 9.850 Euro. Diese übergab er dem erleichterten Senior: »Ich hatte etwas von meinem ersparten Geld abgehoben, weil ich mir etwas Schönes kaufen wollte. Ich komme mit Bargeld einfach besser zurecht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich von der Frau bestohlen werde, die ich zur Pflege in meine Wohnung ließ. Ich bin ganz froh, dass ich das Geld jetzt zurückhabe, Dankeschön!«, freute sich der Rentner. Eine Lektion hat er aus dem Vorfall gelernt. Zukünftig wird er nur noch kleinere Geldbeträge abheben, immer so viel, wie er auch ausgeben möchte.

Fotoquelle: Polizei Sachsen

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