Angesichts der Marktvolatilität wegen des Konfliktes im Nahen Osten fordert die Europäische Kommission die EU-Mitgliedstaaten auf, koordiniert und rechtzeitig mit dem Speichern von Gas für den nächsten Winter zu beginnen. Die Energieversorgungssicherheit der EU bleibt aufgrund der begrenzten Abhängigkeit von Einfuhren aus dieser Region und LNG-Ladungen, die schon vor dem Konflikt die Straße von Hormus passierten, derzeit gesichert. Aber rechtzeitige und koordinierte Vorbereitungen sind entscheidend, um eine ordnungsgemäße Wiederbefüllung der Gasspeicher für die nächste Heizsaison sicherzustellen.
Dan Jørgensen, EU-Kommissar für Energie und Wohnungsbau, erklärte: „Im Vergleich zu 2022 sind wir dank gemeinsamer politischer Entscheidungen, koordinierter Diversifizierungsbemühungen und eines beschleunigten Ausbaus der einheimischen Energie viel besser vorbereitet. Aber wir agieren in einem volatilen globalen Markt und müssen sicherstellen, dass wir bereits jetzt für den Winter vorsorgen, und dass wir dies in koordinierter Weise tun. In diesen schwierigen Zeiten ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir unser Möglichstes tun, um unsere Bürger und Unternehmen zu schützen.“
In einem Schreiben an alle Energieministerinnen und -minister der EU erinnerte der Kommissar daran, dass die EU-Verordnung zur Gasspeicherung den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität bei der Erreichung ihrer Speicherbefüllungsziele bietet. Diese Flexibilität, einschließlich der Möglichkeit, das Befüllungsziel zu senken oder unter bestimmten Bedingungen über einen längeren Zeitraum zu erreichen, kann dazu beitragen, die Gasnachfrage in Zeiten angespannter Angebotslage zu verringern und den Druck auf die Gaspreise in Europa zu verringern.
