Das heute vorgelegte Lagebild der Organisierten Kriminalität (OK) zeigt, dass im Jahr 2024 mit 55 Ermittlungskomplexen und 371 Tatverdächtigen im Zusammenhang mit OK ein Rückgang zum Vorjahr zu verzeichnen ist.
Die kriminellen Gruppierungen verursachten einen Schaden von 6,9 Millionen Euro. Vermögenswerte in Höhe von 2,9 Millionen Euro konnten durch die Strafverfolgungsbehörden vorläufig gesichert werden.
Das Hauptbetätigungsfeld der OK-Gruppierungen ist nach wie vor der Rauschgifthandel und -schmuggel (20 OK-Komplexe). Hierbei sind über die Hälfte der OK-Verfahren auf die Nutzung kryptierter Kommunikation zurückzuführen.
Das Gefährdungspotenzial durch OK-Gruppierungen bleibt unvermindert hoch. In 20 OK-Komplexen wurde Gewalt angewendet, oder es wurden andere zur Einschüchterung geeignete Mittel eingesetzt. Der Anteil bewaffneter OK-Täter ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und betrug 8,6 %. Dem gegenüber stehen im Jahr 2024 drei neue Verfahrenskomplexe wegen Waffenhandels bzw. Waffenschmuggels in denen über 675.000 Euro an Vermögenswerten vorläufig sichergestellt wurden.
Den fortwährenden repressiven sowie präventiven Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden ist es zu verdanken, dass die Rockerkriminalität, die als klassische OK gilt, im Jahr 2024 keine Rolle in Berlin spielte.
Neben der OK wird im Lagebild mit einem anschaulichen Fallbeispiel auch die Schwere strukturelle Kriminalität abgebildet, die formal nicht der OK-Definition entspricht, aber aufgrund des Ausmaßes und der Schwere der begangenen Straftaten eine relevante Gefahr für die Sicherheit und Ordnung darstellt.
Das ausführliche Lagebild Organisierte Kriminalität Berlin 2024 ist als Download verfügbar unter:
