Landtag wählt Linda Teuteberg zur Beauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der SED-Diktatur.

Der brandenburgische Landtag in Potsdam hat heute Linda Teuteberg zur neuen Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) gewählt. Die FDP-Politikerin erhielt im Plenum in offener Abstimmung auf Vorschlag der Fraktionen von SPD und CDU die notwendige Mehrheit der Abgeordneten. Linda Teuteberg wird das Amt ab Dezember von der bisherigen Beauftragten Dr. Maria Nooke übernehmen, die es seit 2017 innehat.

Die Aufgaben der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur bestehen in der Beratung für Menschen, die Unrechtserfahrungen in der Sowjetische Besatzungszone (SBZ) und DDR gemacht haben; der Aufklärung der Öffentlichkeit über die DDR-Diktatur, insbesondere auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg; der politisch-historischen Bildungsarbeit für junge Menschen und Erwachsene; der Beratung von öffentlichen Stellen beim Umgang mit Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR sowie der Zusammenarbeit mit Opferverbänden, Aufarbeitungsinitiativen, Bildungsinstitutionen und Gedenkstätten.

Das Amt ist bei der Präsidentin des Landtages eingerichtet. Es wird unabhängig ausgeübt, die Beauftragte ist nur dem Gesetz unterworfen. Alle zwei Jahre erstattet sie dem Landtag Bericht über ihre Tätigkeit. Die Amtszeit als Beamtin auf Zeit beträgt sechs Jahre. Jede Person hat das Recht, sich in den gesetzlich festgelegten Angelegenheiten der Landesbeauftragten unmittelbar an diese zu wenden.

Woidke gratuliert Teuteberg zur Wahl als Aufarbeitungsbeauftragte

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke gratuliert Linda Teuteberg zur Wahl als Beauftragte für die Aufarbeitung der Folgen der SED-Diktatur in Brandenburg. Der Landtag wählte die 45-Jährige heute in das Amt. Sie folgt auf Maria Nooke.

Woidke: „Mit Linda Teuteberg übernimmt eine engagierte und erfahrene Politikerin eine wichtige Aufgabe für unser Land. Die Aufarbeitung der SED-Diktatur hält die Erinnerung an das erlittene Unrecht wach. Dabei ist egal, welchen Alters die Menschen sind. Sie muss für alle lebendig und verständlich bleiben – damit wir weiter aus der Geschichte lernen und den Wert von Freiheit und Demokratie schützen. Ich danke Maria Nooke herzlich für ihre Arbeit und wünsche Linda Teuteberg für ihre neue Aufgabe viel Erfolg.“

Fotoquelle: TP Presseagentur Berlin

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