Landtagspräsidentin Liedtke und Regierungschef Woidke erinnern in Sachsenhausen an Opfer des Holocaust.

Brandenburgs Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke hat am 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, nahm sie anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar an der offiziellen Veranstaltung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen teil und legte am Gedenkort „Station Z“ einen Kranz nieder. Stiftungsdirektor Prof. Dr. Axel Drecoll sowie die Leiterin der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, Dr. Astrid Ley, begrüßten die Teilnehmenden.

In ihrer Ansprache sagte Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke: „Hier, an der Station Z, verdichtet sich das Unfassbare. Endstation Mord. Was geschah bleibt unverständlich, einzelne Lebensgeschichten berühren immer wieder aufs Neue. Der Holocaust verpflichtet uns – zur Erinnerung, zu Demut, ebenso aber auch zu Widerspruch – gegenüber Extremismus, gegenüber aufkommenden Gefühlen von Hass und zerstörerischer Hetze. Antisemitische Angriffe, Bedrohungen und Schmierereien greifen nicht nur Einzelne an. Sie sind keine Randerscheinungen, sondern eine Gefährdung unserer demokratischen Ordnung. Der Besuch in Sachsenhausen zeigt einmal mehr, wie wertvoll freie Wahlen, Meinungsfreiheit, Wissenschafts- und Kunstfreiheit, freie Presse, unabhängige Justiz und viele Alltagwerte unseres Lebens sind, errungen mit der friedlichen Revolution und nicht selbstverständlich.“

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke erklärte: „Sachsenhausen mahnt und erinnert uns an das unermessliche Leid der Frauen, Männer und Kinder, die vom nationalsozialistischen Regime entrechtet, gequält und ermordet wurden. Erinnerung ist Verantwortung: Deswegen müssen wir uns immer wieder neu mit diesem schrecklichen Kapitel unserer Vergangenheit auseinandersetzen und unser Versprechen bekräftigen, Menschenwürde zu schützen und jeder Form von Hass und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten. Solch ein Unrecht darf sich niemals wiederholen.“

Das Programm der Veranstaltung gestalteten Angehörige der Opfer vom Internationalen Sachsenhausen-Komitee sowie engagierte Schülerinnen und Schüler des Panketal Gymnasiums. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Solo-Violoncellist Ramón Jaffé zusammen mit weiteren Musikerinnen und Musikern.

Hintergrund:

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Seit 1996 ist dieser Tag in Deutschland dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Die Vereinten Nationen haben den 27. Januar im Jahr 2005 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt.

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