Jan van Aken, Vorsitzender der Partei Die Linke, war heute vor Ort in Suleymaniyah, Irak, Zeuge, als die ersten PKK-Kämpferinnen und PKK-Kämpfer öffentlich ihre Waffen vernichteten. Dazu erklärt van Aken:
„Ab heute gibt es neue Hoffnung auf einen Frieden zwischen der Türkei und der kurdischen Bewegung. Im kurdischen Nordirak haben dreißig kurdische Kämpferinnen und Kämpfer ihre Waffen abgegeben und verbrannt. Mit diesem einseitigen Schritt haben sie unterstrichen, wie ernst es ihnen mit dem begonnenen Friedensprozess nach 47 Jahren Bürgerkrieg ist. Nun muss das Verbot der PKK auch in Deutschland aufgehoben werden. Jetzt erst recht. Die Bundesregierung sollte alles dafür tun, um den Frieden in der Türkei und den kurdischen Gebieten zu unterstützen.
Bereits im Mai hatte sich die
PKK formal aufgelöst. In dieser Woche hatte ihr Gründer Abdullah Öcalan in
einer Videobotschaft betont, dass das Hauptziel der PKK – die Anerkennung der
Kurdinnen und Kurden – erreicht sei und dass es jetzt kein kleinliches Hin- und
Her geben dürfe, wer zuerst die Waffen niederlegt. In den vergangenen Tagen gab
es Gespräche, auch mit Präsident Erdogan, über eine mögliche Friedenslösung.
Nun ist es an der türkischen Regierung, weitere Schritte im Friedensprozess zu
gehen.
Vor dem Hintergrund, dass türkisch- und kurdischstämmige Menschen die beiden
größten migrantischen Gruppen in Deutschland sind, sollte die Bundesregierung
eine aktive Rolle als Vermittlerin in diesem Prozess spielen.“
