„Seit Jahrzehnten tanzen Ladendiebe Polizei und Handel auf der Nase herum“.

Berlin. Laut der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sei Ladendiebstahl längst kein Bagatelldelikt mehr. Allein im deutschen Einzelhandel entstünden jedes Jahr angeblich Schäden von mehr als drei Milliarden Euro. „Und die entstandenen Kosten bekommen wir alle zu spüren, u.a. sind steigende Lebensmittel-Preise die Folge“, so die GdP.

Ein erheblicher Teil der Taten werde mutmaßlich gewerbs- oder bandenmäßig begangen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Handelsverband Deutschland (HDE) fordern deshalb von der Politik entschlossenes Handeln, um Eigentum wirksam zu schützen und das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken. Insbesondere bräuchte es mehr Personal für Polizei und Justiz, moderne Ermittlungsbefugnisse sowie eine konsequentere Strafverfolgung und Vernetzung der Sicherheitsbehörden.

Der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke verdeutlicht, was sich ändern muss: „Seit Jahrzehnten tanzen Ladendiebe Polizei und Handel auf der Nase herum. Das kann so nicht weitergehen. Während organisierte Täter immer professioneller vorgehen, bleibt die Politik die Antwort schuldig. Am Ende zahlen alle den Preis: Händler erleiden Schäden in Milliardenhöhe, die Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt und die Polizei erlebt immer wieder, dass Verfahren eingestellt werden. Das frustriert die Beschäftigten und untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Die Bundesregierung muss endlich einen Kurswechsel einleiten: Ladendiebstahl darf nicht länger als Bagatelle behandelt werden. Straftaten müssen konsequent von Polizei und Justiz verfolgt und sanktioniert werden.“

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