Die fünf Bundesländer Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Brandenburg kooperieren für mehr Sicherheit. Ziel ist es, Straftaten gegen ältere Menschen entschlossen entgegenzutreten.
Im Jahr 2025 ist die Anzahl der Fälle von sogenannten Schockanrufen und Enkeltrickbetrugsdelikten, aber auch von Straftaten des Betrugs im Internet (Cybercrime) wie Trading Fraud und Fake Shops zum Nachteil älterer Menschen wieder massiv angestiegen. Die dabei durch die Betrügerinnen und Betrüger erzielten Vermögensschäden bei den Betroffenen steigen.
Aus diesem Grund haben die Landespolizeien der benannten Bundesländer auf Initiative von Sachsen-Anhalt im Rahmen der polizeilichen Sicherheitskooperation (SiKoop) eine gemeinsame Aktionswoche vom 29. Juni bis 5. Juli 2026 vereinbart, um gezielt gegen Straftaten zum Nachteil älterer Menschen vorzugehen.
Im Fokus dieser Aktionswoche, aber auch darüber hinaus, erfolgen umfangreiche präventive Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern. Von dem Phänomen der Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind insbesondere Personen betroffen, die älter als 50 Jahre sind.
Die Länder möchten mit den geplanten Präventionsaktionen kontinuierlich und intensiv über diese wichtigen Themen informieren. Die Maßnahmen werden vor allem im Rahmen von Veranstaltungen und Aktionen umgesetzt, bei denen die Menschen direkt und persönlich über die perfiden Methoden der Täterinnen und Täter aufgeklärt werden. Ziel ist es, nicht nur potenzielle Betroffene, sondern auch Familienmitglieder und Bekannte zu sensibilisieren, um den betrügenden Personen das Handwerk zu erschweren.
Die Polizei Berlin informiert in diesem Rahmen mit mehr als 40 Präventionsangeboten im gesamten Stadtgebiet über relevante Erscheinungsformen von Kriminalität und zur Verkehrsunfallprävention – vor allem die beiden Themenfelder Telefonbetrug und Trickdiebstahl stehen bei der gemeinsamen Aktionswoche zur Seniorensicherheit im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben ist das Engagement des Nachwuchses: Studierende und angehende Polizistinnen und Polizisten der Polizeiakademie unterstützen die Aktionen aktiv und lernen so bereits in ihrer Ausbildung, wie wichtig die Seniorensicherheit für die tägliche Polizeiarbeit ist. Ein Höhepunkt im Programm ist das Präventionstheater des Polizeiabschnitts 22: Seit vielen Jahren bringen Polizistinnen und Polizisten dort typische Tricktaten wie den Enkel- und Zetteltrick oder das Auftreten vermeintlicher Handwerker und Polizisten anschaulich auf die Bühne.
Alle Veranstaltungen auf einem Blick finden Sie unter folgendem Link: https://www.berlin.de/land/kalender/index.php?c=62
Weitere wichtige Informationen wurden auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) zusammengestellt:
Schockanruf: So schützen Sie sich vor Telefonbetrug: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/schockanrufe/
Cybertrading-Betrug erkennen und vermeiden: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybertrading-betrug/
Fake Shops, Phishing & Co.: Drei Viertel aller Nutzer haben Angst im Internet: https://www.polizei-beratung.de/presse/detailseite/fake-shops-phishing-co-drei-viertel-aller-nutzer-haben-angst-im-internet/
Hintergrund: Im Jahr 2002 gründeten die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die SiKoop, der im Jahr 2004 Brandenburg und im Jahr 2015 Berlin beigetreten sind. Mit der SiKoop soll die länderübergreifende polizeiliche Zusammenarbeit zu verschiedenen polizeilichen Themen ausgebaut werden, um den Informationsaustausch zu verbessern und schwere Straftaten sowie politische oder organisierte Kriminalität effektiver bekämpfen zu können.
