Weltwassertag: Berlin packe Klimaherausforderungen an.

Anlässlich des Weltwassertages am heutigen Sonntag (22. März 2026) rückt eine Ressource in den Mittelpunkt, die oft selbstverständlich erscheint, jedoch zunehmend unter Druck gerät: unser Wasser. Weltweit erinnert der Aktionstag daran, wie grundlegend sauberes und ausreichend verfügbares Wasser für Gesundheit, Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung ist.

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Der Weltwassertag macht deutlich, wie wichtig es ist, heute die richtigen Weichen zu stellen. Berlin zeigt, wie das konkret aussehen kann: mit einer vorausschauenden Planung, die Risiken ernst nimmt und gleichzeitig Handlungsspielräume nutzt. So wächst eine Stadt, die ihre Wasserressourcen strategisch stärkt und ihre Handlungsfähigkeit langfristig sichert.“

Berlin steht vor besonderen Herausforderungen. Die wachsende Bevölkerung erhöht den Bedarf, gleichzeitig verändern der Klimawandel und längere Trockenphasen die natürlichen Wasserverfügbarkeiten. Hinzu kommen die Folgen des Strukturwandels in der Lausitz, die sich auf die Wasserzuflüsse der Spree auswirken. Die Sicherung des Wasserhaushaltes verlange verantwortungsvolles Handeln.

Vor diesem Hintergrund hat das Land Berlin bereits 2022 mit dem Masterplan Wasser eine umfassende Strategie entwickelt. Er soll Analysen, Ziele und konkrete Maßnahmen bündeln, um die Trinkwasserversorgung und den Gewässerschutz langfristig zu sichern. Mehr als 30 Einzelmaßnahmen greifen ineinander: von der verbesserten Steuerung von Wasserflüssen über die länderübergreifende Zusammenarbeit bis hin zur Weiterentwicklung der Infrastruktur der Berliner Wasserbetriebe. Dabei sei der Masterplan kein statisches Konzept; Maßnahmen würden fortlaufend angepasst und weiterentwickelt. So bleibe der Masterplan ein lebendiges Instrument der Berliner Wasserstrategie.


Eine zentrale Maßnahme sei dabei der Umgang mit Regenwasser in der wachsenden Stadt. Berlin setze verstärkt auf dezentrale Lösungen im Sinne der „Schwammstadt“. Statt Regenwasser schnell über die Kanalisation abzuleiten, werde es vor Ort gespeichert, versickert oder genutzt. Gründächer, begrünte Fassaden, Versickerungsmulden und urbane Feuchtgebiete wiesen eine Vielzahl positiver Effekte auf. Neben der stofflichen und hydraulischen Entlastung der Gewässer puffern sie Starkregenereignisse ab, verbessern die Wasserversorgung der urbanen Vegetation und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Klimafolgenanpassung.

Und nicht zuletzt mit dem Berliner Klimaanpassungsgesetz, dem sogenannten „Bäume-Plus-Gesetz“, stärke das Land Maßnahmen zur Anpassung an Hitze und Trockenheit, etwa durch mehr Stadtgrün und eine bessere Speicherung von Regenwasser. Das trüge dazu bei, den natürlichen Wasserkreislauf zu stabilisieren und die Wasserressourcen zu entlasten. Damit ergänze das Gesetz den Masterplan Wasser und unterstreiche die Bedeutung eines vorausschauenden Umgangs mit der Ressource Wasser.

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