„Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“.

In einer Pressekonferenz im Bundesinnenministerium im Zusammenhang mit dem Drohnenangriff am Flughafen Leipzig äußerte sich heute Bundesinnenminister Alexander Dobrindt heute wie folgt:

„Es wurden Tatmittel wie die Drohnenfiguration, diverse Bauteile, Sprengstoff und Zündtechnik verwendet, die aus anderen hybriden Operationen Russlands und dessen Krieg gegen die Ukraine uns bekannt sind.

Die vor Ort festgestellte Technik und das Zusammenspiel der einzelnen Elemente muss als professionell bezeichnet werden und lässt ein hohes Maß an technischer Expertise und erheblichen organisatorischen Aufwand bei der Tatplanung und Tatausführung erkennen.

Die abschließende Ausführung des versuchten Anschlags ist dem Bereich von Low-Level-Agenten zuzuordnen. Die Gesamtbetrachtung des versuchten Anschlags vom 4. August am Flughafen Leipzig fügt sich in das bekannte Muster russischer hybrider Operationen in Europa ein.“

Dobrindt fügte ausdrücklich hinzu: „Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung.“

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat in Absprache mit dem Bundeskanzler folgende Anordnungen getroffen:

  1. Das russische Generalkonsulat in Bonn wird zum 18. September 2026 geschlossen.
  2. Der Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin wird gekündigt.
  3. Es werden in der EU Listungen von Personen aus Russland im Kontext hybrider Angriffe vorgeschlagen.
  4. Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige werden verschärft.
  5. Der Druck auf die russische Schattenflotte wird erhöht.

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