Je mehr über die Koalitionsverhandlungen bekannt wird, desto klarer wird, dass die Union und SPD keine Lösungen für die echten Probleme der Menschen haben, meint Jan van Aken, Ko-Vorsitzender der Linken. Er fordert entschlossene Schritte, um explodierende Mieten und Preise in den Griff zu kriegen.
„Wenn mehr Menschen Bus und
Bahn nutzen sollen, dann darf das Deutschlandticket nicht teurer werden. Aber
Union und SPD wollen das Ticket ab 2027 wieder verteuern. Das wird Millionen
Nutzerinnen und Nutzer vergraulen. Wer so eine Politik macht, stellt sich gegen
die Mehrheit der hart arbeitenden Menschen in unserem Land. Wir von den Linken
wollen das 9-Euro-Ticket zurück.
Union und SPD wollen die Wähler hinters Licht führen. Statt Lösungen für die
echten Probleme der Menschen gibt es ein paar Placebos und viele versteckte
soziale Grausamkeiten. Dass man uns die Verlängerung der wirkungslosen
Mietpreisbremse als Fortschritt verkaufen will, ist eine Frechheit. Die
Preisbremse ist so harmlos, dass nicht mal die Lobby der Vermieter ernsthaft
dagegen protestiert. Für uns als Linke ist klar: Nur ein bundesweiter
Mietendeckel kann verhindern, dass die Mieten für immer mehr Menschen
unbezahlbar bleiben.
Während die Preise für Energie explodieren, bleibt ein sozialer Ausgleich wie
das Klimageld bei den Verhandlungen auf der Strecke. Es ist dreist, dass Merz
im Wahlkampf die Einführung des Klimagelds versprochen hat und sich nun um eine
klare Zusage drückt. Es wird deutlich, wohin die Reise geht: Die Industrie will
man bei den Energiepreisen großzügig entlasten –- und die Mehrheit der Menschen
soll die Zeche zahlen.“
