Landkreis Bautzen und Görlitz.
Juli 2025 – 09.02.2026.
Aktuell melden sich fast täglich Geschädigte bei der Polizei, da sie Opfer eines Betruges geworden sind. In der Polizeidirektion Görlitz, in Sachsen aber auch in ganz Deutschland steigen die Fallzahlen. Besonders bedauerlich sind die immer höher werdenden Schadenssummen.
In den Revieren Bautzen, Görlitz, Hoyerswerda und Kamenz meldeten sich gestern gleich mehrere Geschädigte, die Betrügern zum Opfer gefallen sind. Die Maschen der Täter sind dabei vielfältig. Ob Anlagebetrug, Überweisungsbetrug, Gewinnversprechen oder falsche Bankmitarbeiter. Das Ganze beginnt oftmals über eine Werbeanzeige oder einen Anruf. Die Täter geben sich als Experten aus, bauen zunächst Vertrauen auf, sind höflich und zuverlässig. Irgendwann kommt dann die Aufforderung sensible Daten preiszugeben. Die Unbekannten gelangen so an Ihre Passwörter, Konten und somit an Ihr Geld. In vielen Fällen bringen die Betrüger die Geschädigten auch dazu, TANs selbst einzugeben und Transaktionen zu bestätigen. Eine Rückerstattung wird dadurch von den Banken oftmals verweigert, da die Opfer grob fahrlässig gehandelt haben.
Schützen Sie Ihr Eigentum und sichern Sie sich nicht nur bei Investitionen ab! Vertrauen Sie Ihr Geld ausschließlich seriösen Anbietern an! Wenden Sie sich im Zweifel an die Verbraucherzentrale, Ihr Kreditinstitut oder die Polizei! Nehmen Sie sich Zeit, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und von hohen Gewinnversprechen blenden! Gestatten Sie niemand Unbekanntem Zugriff auf Ihr Konto!
Weitere Informationen finden Sie unter: https://polizei-beratung.extrapol.de/themen-und-tipps/betrug/ (sh)
Falscher Bankmitarbeiter brachte Senioren um Vermögen.
Zeit:
09.02.2026, 20:50 Uhr polizeibekannt.
Ort: Döbeln.
(416) Ein Senior wandte sich am gestrigen Abend an die Polizei, nachdem er mehrere zehntausend Euro an Betrüger verloren hatte. Die weiteren Ermittlungen führt nun die Chemnitzer Kriminalpolizei.
Der Mann hatte im Tagesverlauf eine E-Mail seiner Bank mit einer angeblichen Sicherheitswarnung bekommen. In dieser war zu lesen, dass es zu unautorisierten Abbuchungen komme und er sich an die Hotline wenden solle. Der Geschädigte kam dieser Aufforderung nach und wurde durch einen vermeintlichen Bank-Mitarbeiter gebeten, eine Software auf dem Laptop zu installieren, sodass ein Fernzugriff möglich wird, um finanzielle Schäden zu verhindern. Im weiteren Verlauf gelang es den Betrügern, in Summe fast 50.000 Euro auf ein anderes Konto zu transferieren.
Aus
aktuellem Anlass rät die Polizei:
– Lassen Sie sich telefonisch bzw. Unbekannten gegenüber nicht zu Aussagen zu
Ihrem Vermögen oder Ihren Wertgegenständen hinreißen!
– Geben Sie am Telefon keine Bankdaten und/oder Zugangsdaten zu Ihren Konten
preis!
– Bankmitarbeiter fordern keinesfalls die Herausgabe von Bankdaten bzw.
Zugangsdaten zu Konten.
– Bankmitarbeiter fordern keinen Fernzugriff auf Ihren PC, Ihren Laptop oder
sonstige Endgeräte.
– Rufen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Bank an – ohne die Rückruftaste zu
nutzen!
– Lassen Sie sich vom Anrufer nicht unter Druck setzen!
– Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche
Daten bzw. Informationen preiszugeben!
– Sprechen Sie auch mit Angehörigen und Freunden über das Phänomen. Warnen Sie
sie vor dem Vorgehen der oft wortgewandten Täter!
– Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter der Notrufnummer 110 an!
Weitere Informationen zu gängigen Betrugsmaschen und entsprechende Präventionstipps finden sich auf der Homepage der Polizei Sachsen unter folgendem Link: www.polizei.sachsen.de/de/23179.htm
Fachkundige Auskünfte erhalten Sie auch in der Polizeilichen Beratungsstelle der Polizeidirektion Chemnitz. Telefon: 0371 387-2990, E-Mail: beratungsstelle.pd-c@polizei.sachsen.de (Ry)
