Übernahme der Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Anschlags auf eine Ver.di-Veranstaltung in München.
Die Bundesanwaltschaft hat heute (14. Februar 2025) wegen der besonderen Bedeutung des Falles das Ermittlungsverfahren gegen den afghanischen Staatsangehörigen Farhad N. von der Generalstaatsanwaltschaft München übernommen.
Gegen den Beschuldigten besteht der dringende Verdacht des versuchten Mordes (§ 211 Abs. 2 StGB), der gefährlichen Körperverletzung (§ 223 Abs. 1, § 224 Abs. 1 StGB) und des schweren gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr (§ 315b Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 StGB).
Ihm wird zur Last gelegt, am Vormittag des 13. Februar 2025 einen Pkw gezielt in eine Ver.di-Veranstaltung in der Münchener Innenstadt gelenkt und dabei mindestens 39 Personen zum Teil lebensgefährlich oder schwer verletzt zu haben. Es besteht der Verdacht, dass die Tat religiös motiviert war und als Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung zu verstehen ist. Damit ist sie geeignet, die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen (§ 120 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 GVG).
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden vom Bayerischen Landeskriminalamt fortgeführt.
Bundesopferbeauftragter übernimmt Betreuung der Betroffenen des mutmaßlichen Anschlags in München.
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland, Roland Weber, hat die Betreuung der Betroffenen der Tat in München vom 13. Februar 2025 übernommen. Bei der Tat wurden nach derzeitigem Kenntnisstand mindestens 39 Personen zum Teil lebensgefährlich oder schwer verletzt. Die Ermittlungen zu der Tat hat am heutigen 14. Februar 2025 der Generalbundesanwalt übernommen.
Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber erklärt:
„Ich bin erschüttert über die schrecklichen Nachrichten aus München. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen vor Ort und deren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich von Herzen eine schnelle und vollständige Genesung. Gemeinsam mit der Ansprechpartnerin für Opferschutz in Bayern, Kerstin Altenbeck, werden mein Team und ich den Betroffenen beistehen. Die Bundesregierung steht an der Seite der Menschen in München.“
Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber wird die Betroffenen des mutmaßlichen Anschlags in München gemeinsam mit der Zentralen Ansprechpartnerin für Opfer von Terror und von auf Straftaten beruhenden Großschadensereignissen in Bayern, Kerstin Altenbeck, unterstützen. Gemeinsam vermitteln sie bei Bedarf psychosoziale, praktische und finanzielle Hilfen.
Ab heute ist zudem für die Betroffenen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 – 0009546 eine Hotline zur psychosozialen Beratung freigeschaltet.
