„Immer zu zweit, niemals alleine!“.

Anlässlich des gestern während seiner Arbeit gewaltsam zu Tode gekommenen Zugführers Serkan C. erklärt die Parteivorsitzende der Partei Die Linke, Ines Schwerdtner:

„Der gewaltsame Tod von Serkan C. erschüttert uns zutiefst. Diese Tragödie hätte niemals passieren dürfen. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen. Klar ist: Frust und Aggression dürfen niemals in Gewalt gegen Beschäftigte der Bahn münden. Für zu hohe Ticketpreise oder die vielen Verspätungen tragen sie keinerlei Verantwortung.

Dass fast 40 Prozent der Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter Angst haben, zur Arbeit zu gehen, ist ein Offenbarungseid für die Deutsche Bahn. Die Angst fährt immer mit, weil seit Jahren bei Personal und Sicherheit gespart wird. Alleinarbeit im Zug ist zur Regel geworden – weil sie billiger ist. Der Spardruck führt dazu, dass Beschäftigte Konflikten und Gefahren allein gegenüberstehen und die Risiken tragen müssen, die niemand hinnehmen darf. Die Bahn hat nicht nur Verantwortung für Millionen Fahrgäste, sondern auch für ihre Beschäftigten. Es braucht jetzt verbindliche Regeln für Doppelbesetzungen, bessere Notfalltechnik und klare Schutzstandards für das Zugpersonal. Es muss gelten: immer zu zweit, niemals alleine!“

Bereits gestern erklärten:

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder:

„Ich bin entsetzt und fassungslos über den Tod von Serkan C. Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, Kolleginnen und Kollegen und Freunden.

Es ist furchtbar, dass ein Kundenbetreuer bei der normalen Ausübung seiner Arbeit ums Leben kommt – getötet durch rohe und sinnlose Gewalt.

Ich schließe mich  der Bahnchefin,  Frau Palla an: Wir müssen  gemeinsam mehr tun für den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Züge und Bahnhöfe müssen sicher sein.

Das ist nicht nur ein schwarzer Tag für die gesamte Eisenbahnfamilie, sondern für uns alle.

Alle staatlichen Ebenen sind jetzt gefragt, der steigenden Gewaltbereitschaft Einhalt zu gebieten.“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärt zum getöteten Schaffner Serkan C.:

„Ich bin bestürzt, erschüttert und tief betroffen vom Tod des Schaffners Serkan C. Meine Gedanken und meine Gebete sind bei seiner Familie, seinen Freunden, seinen Kolleginnen und Kollegen. Die steigende Gewalt gegenüber Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes und anderen Dienstleistern wie den Mitarbeitern der Bahn braucht entschiedene Konsequenzen. Ich erwarte, dass der Täter mit der vollen Härte des Gesetzes für seine brutale Tat bestraft wird. Der strafrechtliche Schutz für Mitarbeiter bei Dienstleistungsunternehmen wie der Bahn muss deutlich verschärft werden. Der Strafrahmen muss ausgeweitet und die Mindeststrafen für Angriffe deutlich erhöht werden.“

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig erklärt zur Tötung des Zugbegleiters Serkan C.:

„Die Nachricht von der Tötung eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz erschüttert mich. Einem Menschen ist brutal das Leben genommen worden, nach allem, was wir wissen, nur deshalb, weil er seiner beruflichen Verantwortung nachgekommen ist. So eine Tat verstört zutiefst. Meine Gedanken sind bei der Familie des Getöteten – und bei seinen Freunden, seinen Kolleginnen und Kollegen und bei allen, die in ihrem Beruf schon selbst Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt waren. Viele wird diese Tat schockieren. Ich sage deshalb auch: Unser Rechtsstaat kennt auch bei den brutalsten Verbrechen keine Sprachlosigkeit. Auf die Tötung eines Menschen stehen in unserem Strafgesetzbuch schwere Strafen. Der Täter wird für diese Tat zur Verantwortung gezogen werden.“

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