04.11.2026.
Im Dachatelier des Auswärtigen Amts in Berlin werden 2026 und 2027 internationale Künstlerinnen und Künstler zu Gast sein und sich mit aktuellen außenpolitischen Themen auseinandersetzen. Den Auftakt macht seit Ende Oktober die Pulitzer-Preisträgerin Susie Ibarra mit einem Aufenthalt zum Thema „Arktis“. Das neue Residenzprogramm mit dem Namen „Bureau de Passage“ wird vom Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) umgesetzt.
Außenpolitik braucht frische Ideen und Menschen, die ungewöhnliche Fragen stellen. Darum öffnen wir mit unserer Alumni-Residenz die Türen des Auswärtigen Amts: für internationale Künstlerinnen und Künstler, die Deutschland bereits durch frühere Stipendien und Aufenthalte verbunden sind. Wir freuen uns auf den Austausch und neue Impulse aus künstlerischer Perspektive für unsere Außenpolitik und die Herausforderungen unserer Zeit,“ so die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler.
„Wir leben in einer Zeit großer geopolitischer Veränderungen und Umbrüche. Gerade in einer solchen Zeit sind persönliche Verbindungen nach Deutschland an vielen Stellen weltweit von unschätzbarem Wert“, ergänzte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. Mit den Residenzaufenthalten internationaler Künstlerinnen und Künstler im Dachatelier des Auswärtigen Amts wollen wir gemeinsam mit dem Ministerium deutlich machen, dass Kunst und freier Dialog wichtige Beiträge zu einer offenen Gesellschaft leisten können.“
Die US-amerikanische Komponistin und Pulitzer-Preisträgerin Susie Ibarra, Alumna des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, ist die erste Alumna im „Bureau de Passage“. Sie zählt zu den international renommierten Klangkünstlerinnen. Ihr Aufenthalt steht unter dem Motto „Arktis“. Gemeinsam mit der Glaziologin Michele Koppes hat Ibarra für ihr Projekt „Water Rhythms“ unter anderem Klänge des grönländischen Inlandeises und von Gletschern im Himalaya aufgenommen und künstlerisch verarbeitet.
Während ihres Aufenthalts wird Ibarra in Austausch mit Mitarbeitenden des Auswärtigen Amts sowie Fachleuten aus Kultur, Wissenschaft und Sicherheitspolitik treten. Geplant sind unter anderem Gespräche mit Staatssekretär Dr. Bernhard Kotsch und Dr. Florence Gaub, Leiterin der Forschungsabteilung des NATO Defense College in Rom und selbst DAAD-Alumna.
2027 werden drei weitere Einladungen an herausragende internationale Künstlerinnen und Künstler, die besondere Verbindungen zu Deutschland pflegen, erfolgen. Vorgeschlagen werden können ehemalige internationale Stipendiatinnen und Stipendiaten deutscher internationaler Residenzprogramme und Schutzprogramme, die vom Auswärtigen Amt gefördert wurden. Die Bewerbung erfolgt auf Vorschlag der ehemaligen Gastgeber-Institutionen.
