Die Stadt Larnaka wurde als Kulturhauptstadt Europas 2030 in Zypern vorgeschlagen. Die Stadt wird sich damit Leuven (Belgien) und Nikšić (Montenegro) als Kulturhauptstädte Europas 2030 anschließen. Larnaka ist nach Pafos im Jahr 2017 die zweite Stadt Zyperns, die diesen Titel trägt.
Lanarka stellt gemeinsame menschliche Werte in den Mittelpunkt seines Programms.
Das Kulturprogramm von Larnaka zielt darauf ab, den Fokus wieder auf „Anthropia – das Grundprinzip des Menschseins“ als gemeinsame Grundlage zu richten. Der Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport, Glenn Micallef, gratulierte: „Larnakas Feier der Anthropia – unserer tiefen und gemeinsamen menschlichen Werte – ist die bestmögliche Botschaft, die wir Europa in diesen schwierigen Zeiten senden können. Mit dieser Vision entscheidet sich Larnaka dafür, das zu feiern, was die europäische Kultur und die europäischen Werte wirklich ausmacht: unsere gemeinsame menschliche Natur.“
Mehr als zwei Europäische Kulturhauptstädte möglich zwischen 2022 und 2033
Die Teilnahme von drei Städten wird möglich, weil in den Jahren 2028, 2030 und 2033 auch Städte in EU-Beitrittsländern, potenziellen Beitrittsländern oder Mitgliedern der Europäischen Freihandelsassoziation, die Vertragsparteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind (sogenannte EFTA/EWR-Länder), den Titel Europäische Kulturhauptstadt tragen können. Das war bereits 2022 (Kaunas, Litauen, Esch an der Alzette, Luxemburg und Novi Sad, Serbien) und 2024 (Tartu, Finnland, Bad Ischl, Österreich und Bodø, Norwegen) der Fall. In diesem Jahr teilten sich Chemnitz und Nova Gorica, Slowenien den Titel. 2026 sind Oulu in Finnland und Trenčín in der Slowakei Europäische Kulturhauptstädte.
Neuer Bericht zeigt die anhaltende und positive Wirkung der Kulturhauptstädte Europas
Die Europäischen Kulturhauptstädte, die 1985 aus einer Idee der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri hervorgingen, haben sich zu einem der ehrgeizigsten Kulturprojekte Europas entwickelt. Wie eine kürzlich durchgeführte Evaluierung der EU gezeigt hat, profitieren Städte, die diesen Titel erhalten, von nachhaltigen und positiven Auswirkungen, ziehen Touristen an, fördern kulturelle Veranstaltungen, Investitionen und soziale Inklusion. Zwischen 2013 und 2022 organisierten die Gastgeberstädte durchschnittlich 1.000 bis 1.200 kulturelle Aktivitäten pro Titeljahr und zogen insgesamt 38,5 Millionen Besucherinnen und Besucher an. Die Besucherzahlen stiegen in ausgewählten Städten um durchschnittlich 30 bis 40 Prozent.
