Vor 80 Jahren: Zwangsvereinigung von KPD und SPD.

BAB veröffentlicht neue Broschüre zur SED.

Berlin, 16. April 2026 – Zum 80. Jahrestag der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) veröffentlicht der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB) eine neue Broschüre.

Die Zwangsvereinigung von KPD und SPD auf einem Sonderparteitag am 20./21. April 1946 war ein wesentlicher Schritt zum Aufbau einer Diktatur in der SBZ/DDR.

Auf knapp 30 Seiten werden die Gründung der Partei, ihre innerparteilichen Strukturen und Regeln sowie die Verzahnung von Partei und Staat kompakt dargestellt. Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf den SED-Mitgliedern. Die Motive für einen Eintritt waren unterschiedlich: politische Überzeugung, berufliche Vorteile oder auch sozialer und struktureller Druck gehörten dazu. An ihren Arbeitsplätzen sollten die SED-Mitglieder als Bindeglied zwischen Partei und Gesellschaft wirken, Kolleginnen und Kollegen von der Politik der SED überzeugen und Parteibeschlüsse umsetzen. Dabei waren sie einer strengen Parteidisziplin verpflichtet.

Ein weiteres Kapitel behandelt die „Sozialistische Einheitspartei Westberlins“, die SEW. Die von der SED finanzierte Kleinpartei hatte jedoch nur wenig Erfolg bei den Menschen in West-Berlin. Ihr bestes Stimmergebnis bei Abgeordnetenhauswahlen erhielt sie 1954 mit 2,7 Prozent.

Die Broschüre soll einen leicht verständlichen Zugang zur Geschichte der einstigen Staatspartei bieten und ihre Rolle als Trägerin der SED-Diktatur deutlich machen.

Durch die leicht verständliche Aufbereitung eignet sich die Publikation insbesondere auch für den Einsatz im Schulunterricht und für die außerschulische Bildung.

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