Bejarano, Wecker und Mosadeq sangen gemeinsam Partisanenlied „Bella Ciao“ im „Heimathafen Neukölln“.

Rund 400 Besucherinnen und Besucher sowie drei Generationen politischer Künstler appellieren: „Schließt euch zusammen gegen Faschismus und Krieg!“ Nach einem erfolgreichen Auftakt im Berliner „Heimathafen Neukölln“ haben so am Samstag auf der Künstlerkonferenz der Zeitschrift Melodie&Rhythmus die Auschwitz-Überlebende und Sängerin Esther Bejarano, der Liedermacher Konstantin Wecker sowie weitere Künstler für ein Highlight gesorgt. Sie alle appellierten gemeinsam an Kunstschaffende, sich dem Kampf gegen rechten Zeitgeist, Faschismus und Krieg anzuschließen. Bejarano, Wecker und der afghanische Künstler Shekib Mosadeq sangen gemeinsam das bekannte Partisanenlied „Bella Ciao“.

Probe
Konstantin Wecker in concert with Shekib Mosadeq und Esther Bejarano.

Wecker betonte, er erfahre immer wieder aufs Neue, „wie viel Kraft Musik für den politischen Kampf gibt“, weil sie Menschen helfe, nicht aufzugeben. Ekkehard Sieker, Redakteur der ZDF-Satiresendung »Die Anstalt« und beim WDR-Politmagazin »Monitor«, erläuterte, wie man in Nischen der öffentlich-rechtlichen Sender kritisch arbeiten kann. Der israelische Kunsttheoretiker Moshe Zuckermann sprach zu Möglichkeiten und Grenzen widerständiger Kunst.

Moshe Zuckermann
Rolf Becker
v.l.n.r.: Gisela Steineckert (Schriftstellerin), Konstantin Wecker (Sänger, Komponist), Arnold Schölzel (Moderator), Volker Lösch (Regisseur), Rolf Becker (Schauspieler)
Heinrich Fink und Esther Bejarano
Esther Bejarano und Moshe Zuckermann

Zur Kulturgala am Abend wurde erstmalig das zum Anlass des Todes Che Guevaras geschriebene Stück „Floß der Medusa“ von Hans Werner Henze und Ernst Schnabel durch ein Jazz-Quartett interpretiert werden. Für diese Premiere konnte der bekannte Jazz-Musiker Hannes Zerbe mit seinen Kollegen gewonnen werden.

Fotoquellen/Collage/Videos: TP Presseagentur Berlin

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